Drucksensor

In jeder Heizungsanlage sorgt der passende Wasserdruck für einen einwandfreien Betrieb. Der Drucksensor erfasst diesen Druck und meldet ihn an die Regelung. Dieser Beitrag erklärt Funktion und Arten von Drucksensoren im Heizungssystem.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Drucksensor erfasst den Systemdruck und gibt die Werte an die Heizungsregelung weiter.
  • Ist der Druck zu niedrig, lässt die Heizleistung nach und es muss Wasser nachgefüllt werden.
  • Man unterscheidet mechanische, induktive und piezoresistive Drucksensoren.
  • Mechanische Sensoren arbeiten ohne Strom, digitale Sensoren messen genauer.
  • Der piezoresistive Sensor gilt als modernste Bauform.

Warum der Druck wichtig ist

Eine Heizungsanlage besteht aus einem Wärmeerzeuger wie einem Gas- oder Ölbrennwertkessel, einer Wärmeverteilung und Heizkörpern. Das im Kessel erwärmte Wasser gelangt aufgrund von Druck über die Rohre bis zum Heizkörper. Der passende Wasserdruck ist Voraussetzung für die einwandfreie Funktion: Ist er zu niedrig, lässt die Heizleistung nach. Gibt ein Heizkörper trotz hoch eingestellter Heizung kaum Wärme ab, kann fehlender Druck die Ursache sein. Ein Blick auf das Manometer zeigt, ob der Druck zu niedrig ist. Dann muss Wasser nachgefüllt werden.

Das Messen des Drucks

Jede Heizungsanlage verfügt über ein Bauteil, das den Druck misst. Der Drucksensor erfasst den Systemdruck und gibt die Werte an die Regelung weiter, die daraufhin den Normalbetrieb ermöglicht oder eine Störung anzeigt. Unabhängig von der Bauart nimmt der Sensor den physikalischen Druck auf und wandelt ihn in ein elektrisches Signal um, das ein Steuergerät ausliest und interpretiert. Bei Heizungsanlagen unterscheidet man mechanische, induktive und piezoresistive Drucksensoren.

Mechanische Drucksensoren

Ein mechanischer Drucksensor kommt ohne externe Stromversorgung aus und arbeitet daher auch bei Stromausfall zuverlässig. Die Druckmessung über eine Rohrfeder wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden. Ein Flansch verbindet den Sensor mit der Anlage. Die Anzeige erfolgt analog, indem ein Zeiger den herrschenden Druck in Bar anzeigt. Diese robuste, einfache Bauform ist weit verbreitet.

Induktive Drucksensoren

Kennzeichnend für induktive Sensoren ist eine Membran mit Eisenkern. Ändert sich der Druck, verformt sich die Membran, und der Eisenkern bewegt sich. Je nach Position des Kerns ändert sich die Induktivität zweier Spulen gegenläufig, was sich elektrisch messen lässt. Der Sensor benötigt eine Versorgungsspannung und lässt sich mit einer digitalen Anzeige kombinieren. Meist können Sie zwei Nachkommastellen ablesen, sodass die digitale Anzeige genauer ist als die analoge Variante.

Piezoresistive Drucksensoren

Der piezoresistive Drucksensor basiert auf Halbleitertechnik und gilt als modernste Bauform. Der piezoresistive Effekt beschreibt, dass mechanischer Druck oder Zug den elektrischen Widerstand eines Materials verändert. Beim Sensor reagiert eine Silizium-Membran mit Dehnungsstreifen auf Stauchung oder Dehnung mit einer Widerstandsänderung. Die daraus resultierende elektrische Spannung dient als Messsignal. Üblich ist die Kombination mit einer digitalen Anzeige, die eine präzise Ablesung ermöglicht.

Bedeutung für den Betrieb

Der Drucksensor ist ein unscheinbares, aber wichtiges Bauteil, das den zuverlässigen Betrieb der Heizung sichert. Nur wenn der Druck stimmt, zirkuliert das Heizwasser richtig und die Heizkörper werden gleichmäßig warm. Meldet der Sensor einen zu niedrigen Druck, ist das ein Hinweis darauf, dass Wasser fehlt oder eine Undichtigkeit vorliegt. Sinkt der Druck immer wieder ab, sollten Sie die Ursache von einem Fachmann prüfen lassen, da dann möglicherweise ein Bauteil wie das Ausdehnungsgefäß betroffen ist. Ein zuverlässig arbeitender Drucksensor trägt somit wesentlich dazu bei, Störungen frühzeitig zu erkennen und einen effizienten, sicheren Heizbetrieb zu gewährleisten.

Zusammengefasst ist der Drucksensor ein zentrales Element der Heizungsregelung, das den Systemdruck überwacht und Störungen frühzeitig sichtbar macht. Ob mechanisch, induktiv oder piezoresistiv, jede Bauform hat ihre Stärken. Für den Betreiber ist vor allem wichtig, auf die Anzeige des Drucks zu achten und bei wiederholt sinkendem Druck einen Fachmann hinzuzuziehen, damit die Heizung zuverlässig und effizient arbeitet.

Den Druck im Blick behalten

Für den Betreiber einer Heizung ist es sinnvoll, den Anlagendruck regelmäßig am Manometer zu kontrollieren, gerade zu Beginn der Heizperiode. Der übliche Betriebsdruck einer Heizungsanlage liegt meist in einem Bereich von etwa 1 bis 2 Bar, abhängig von der Gebäudehöhe und den Herstellervorgaben. Fällt der Druck unter den empfohlenen Wert, sollten Sie Wasser nachfüllen, damit die Heizung wieder einwandfrei arbeitet. Steigt oder fällt der Druck jedoch immer wieder auffällig, deutet das auf ein Problem hin, das ein Fachmann prüfen sollte. Der Drucksensor und das Manometer helfen Ihnen dabei, solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. So lassen sich Störungen vermeiden, bevor die Heizleistung nachlässt oder einzelne Heizkörper kalt bleiben.

Ein zuverlässig arbeitender Drucksensor ist damit ein wichtiger Baustein für den störungsfreien und effizienten Betrieb Ihrer Heizungsanlage.

Sollten Sie unsicher sein, wie hoch der Druck in Ihrer Anlage sein sollte oder warum er wiederholt abfällt, hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung oder ein Gespräch mit dem Fachbetrieb weiter. So stellen Sie sicher, dass Ihre Heizung stets mit dem richtigen Druck arbeitet und alle Räume zuverlässig warm werden.

So bleibt Ihre Heizungsanlage zuverlässig, effizient und störungsfrei über viele Jahre hinweg im Einsatz.

Wer den Anlagendruck im Blick behält und auf die Signale der Regelung achtet, erkennt Störungen frühzeitig und hält seine Heizung dauerhaft leistungsfähig.