Auch bei einer Fußbodenheizung soll sich die Temperatur flexibel und genau einstellen lassen. Ein Raumthermostat für die Fußbodenheizung übernimmt diese Aufgabe: Es misst die Raumtemperatur, gleicht sie mit dem Sollwert ab und steuert die Heizung entsprechend. Wir stellen Funktion und Montage des Bauteils vor.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Raumthermostat für die Fußbodenheizung regelt die Raumtemperatur über einen Temperaturfühler, der den Ist-Wert mit dem eingestellten Soll-Wert vergleicht und die Heizung bei Bedarf ansteuert.
  • Erhältlich sind einfache mechanische Regler und digitale Modelle mit Display, Touchscreen und Zeitsteuerung. Digitale Geräte zeigen Systemfehler direkt an.
  • Wichtig ist die richtige Position: an einer Innenwand in etwa 1,5 Meter Höhe, frei von Sonneneinstrahlung, Möbeln und anderen Wärmequellen. Der Stromanschluss gehört in Fachhand.

Raumthermostat für die Fußbodenheizung in Nahaufnahme

Funktionen und Aufgaben

Anders als bei einem klassischen Heizkörper, dessen Ventil direkt am Gerät sitzt, wird eine Fußbodenheizung über einen zentralen Verteiler und die Vorlauftemperatur geregelt. Das Raumthermostat bildet dabei die komfortable Bedienschnittstelle im jeweiligen Raum: Sie stellen die Wunschtemperatur ein, und das Thermostat sorgt über die Ansteuerung der Stellantriebe am Verteiler dafür, dass genau dieser Raum bedarfsgerecht mit Wärme versorgt wird.

Das Raumthermostat für die Fußbodenheizung hilft, die gewünschte Raumtemperatur konstant zu halten. Es besitzt einen integrierten Temperaturfühler, der die aktuelle Temperatur misst und mit dem zuvor eingestellten Soll-Wert abgleicht. Stellt das System eine Abweichung fest, gibt es das Signal zum Aufheizen. Bei digitalen Modellen lässt sich das erreichte Temperaturniveau direkt am Display ablesen.

Wie funktioniert der Raumthermostat?

Der Thermostat kann als einfacher Temperaturregler oder als digitaler Kleincomputer ausgeführt sein. Digitale Varianten bieten Touchscreen und Display und regeln je nach Ausführung einen einzelnen Raum oder das gesamte Gebäude. Moderne Geräte lassen sich zeitgesteuert programmieren und zeigen erkannte Systemfehler direkt an. In Verbindung mit einer Zeitschaltuhr oder einem Smart-Home-System heizt die Fußbodenheizung so nur dann, wenn Wärme tatsächlich gebraucht wird, was Energie spart.

Die richtige Position

Damit die Messung nicht verfälscht wird, kommt es auf den Montageort an. Bringen Sie den Raumthermostat idealerweise an einer Innenwand in rund 1,5 Meter Höhe an. Er muss die zirkulierende Raumluft erfassen können und darf daher nicht durch Vorhänge oder Möbel verdeckt sein. Ungeeignet sind Plätze in direkter Sonneneinstrahlung sowie in der Nähe von Wärmequellen wie Kamin, Lampen, Fernsehgerät oder Heizungsrohren, da diese den Temperaturfühler beeinflussen. Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Luftzirkulation und eine gut zugängliche Stelle, um Bedienung und eventuelle Reparaturen zu erleichtern.

Die Montage

Je nach Modell erfolgt die Montage auf eine der folgenden Arten:

  • Aufputz
  • Unterputz
  • Einbau im Verteiler

Moderne Regler bringen eine Montageplatte mit. Eine Fachkraft befestigt zunächst die Platte an der Wand und verbindet die Verdrahtung mit dem Stromanschluss, bevor das Oberteil aufgesetzt wird. Bei der Unterputz-Montage verschwindet die Platte in der Wand, und der Regler integriert sich flächenbündig. Da der Anschluss unabhängig von der Montageform direkt an das Stromnetz erfolgt, sollten diese Arbeiten von einer qualifizierten und zertifizierten Fachfirma ausgeführt werden.

Produktbeispiele

Am Markt sind Raumthermostate verschiedener Hersteller erhältlich. Modelle von Gira ermöglichen beispielsweise einen einstellbaren Temperaturbereich von etwa 5 bis 30 Grad Celsius und lassen sich mit einer Zeitschaltuhr zur automatischen Steuerung kombinieren. Ein einfacher Raumtemperaturregler von Busch-Jaeger ist für rund 50 bis 70 Euro erhältlich. Dank mechanischer Bereichseinengung eignet er sich für Orte, an denen die Temperatur nicht versehentlich verstellt werden soll, etwa in Schulen oder Kindergärten. Beim Kauf sollten Sie auf die Kompatibilität mit Ihrer Fußbodenheizung und den gewünschten Funktionsumfang achten. Für eine drahtlose Nachrüstung gibt es zudem Funk-Thermostate, die ohne aufwendige Verkabelung auskommen und sich besonders im Bestand einfach ergänzen lassen. Achten Sie in diesem Fall auf eine zuverlässige Funkverbindung und eine ausreichende Batterielaufzeit.

Einzelraumregelung und Energieeinsparung

Ein großer Vorteil moderner Raumthermostate ist die Einzelraumregelung. Über je einen Thermostat je Raum lässt sich die Temperatur bedarfsgerecht steuern, sodass wenig genutzte Räume kühler bleiben und nicht unnötig mitgeheizt werden. Gerade bei einer trägen Fußbodenheizung, die langsam auf Änderungen reagiert, spielt eine vorausschauende Zeitsteuerung ihre Stärke aus: Die Heizung startet rechtzeitig vor der gewünschten Nutzung und senkt die Temperatur in Abwesenheit oder nachts ab. In Verbindung mit einem Smart-Home-System lassen sich Heizzeiten sogar an den Tagesablauf oder an Wettervorhersagen koppeln. So verbindet ein gut eingestelltes Raumthermostat Komfort mit spürbaren Einsparungen, weil nur dann und dort geheizt wird, wo tatsächlich Wärme gebraucht wird. Wichtig ist, die Absenkung bei einer Fußbodenheizung maßvoll zu wählen, da ein zu starkes Auskühlen wegen der langen Aufheizzeit unwirtschaftlich wäre.

Häufige Fragen zum Raumthermostat für die Fußbodenheizung

Wo sollte der Raumthermostat montiert werden?

An einer Innenwand in etwa 1,5 Meter Höhe, frei von Sonneneinstrahlung, Möbeln, Vorhängen und anderen Wärmequellen. Nur so misst der Fühler die Raumtemperatur korrekt.

Mechanischer oder digitaler Thermostat?

Mechanische Regler sind einfach und günstig. Digitale Modelle bieten Display, Zeitsteuerung und Fehleranzeige und ermöglichen ein bedarfsgerechtes, energiesparendes Heizen. Für die meisten Haushalte lohnt sich ein programmierbares Modell.

Kann ich den Raumthermostat selbst anschließen?

Da der Anschluss direkt am Stromnetz erfolgt, sollten die elektrischen Arbeiten eine Fachkraft übernehmen. Das Einstellen und Bedienen ist anschließend problemlos selbst möglich.