Ein Temperaturregler hält in einem Heizsystem eine voreingestellte Temperatur konstant. Solche Regler kommen sowohl am Wärmeerzeuger als auch in den einzelnen Räumen zum Einsatz und sind wichtig für einen effizienten, komfortablen und sicheren Betrieb der Heizung. Dieser Ratgeber erklärt die Funktionsweise, die verschiedenen Reglertypen und die Kosten.

Temperaturregler Ansicht von oben

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Temperaturregler überwacht über einen Fühler die Temperatur und hält sie automatisch auf dem eingestellten Wert, indem er den Wärmeerzeuger oder die Wärmeabgabe steuert.
  • Man unterscheidet vor allem Sicherheitstemperaturbegrenzer am Kessel und Raumtemperaturregler, die die Temperatur einzelner Räume regeln, auch bei Fußboden- oder Deckenheizungen.
  • Einfache Raumtemperaturregler gibt es ab etwa 25 bis 30 Euro. Programmierbare und smarte High-End-Modelle mit Fernsteuerung und App-Anbindung kosten über 100 Euro. Ein Austausch alter Regler kann Teil einer geförderten Heizungsoptimierung sein.

Die Funktionsweise

Alle Temperaturregler sind Baugruppen, die in einem geschlossenen System eine festgelegte Temperatur aufrechterhalten. Dazu besitzen sie eine Fühlereinheit, die die Temperatur laufend überwacht. Der Fühler kann auf unterschiedliche Weise arbeiten, etwa über Flüssigkeiten oder Stoffe, die sich bei Wärme ausdehnen und bei Kälte zusammenziehen. Weicht die gemessene Temperatur vom eingestellten Wert ab, sorgt der Regler selbstständig dafür, dass der Sollwert wieder erreicht wird, indem er die Wärmezufuhr erhöht oder verringert. Auf diese Weise bleibt die Temperatur ohne manuelles Eingreifen konstant.

Regler an verschiedenen Stellen der Heizung

Eine Heizungsanlage wird an mehreren Stellen von Temperaturreglern überwacht, die oft auch als Thermostate bezeichnet werden. Am Heizkessel selbst sorgt ein Sicherheitstemperaturbegrenzer dafür, dass die zulässige Höchsttemperatur nicht überschritten wird. Droht die Temperatur zu stark zu steigen, schaltet er den Wärmeerzeuger ab und verhindert so gefährliche Zustände.

Raumtemperaturregler

Mit einem Raumtemperaturregler lässt sich die gewünschte Temperatur direkt dort einstellen, wo sie gebraucht wird. Es gibt Ausführungen für Elektroheizungen ebenso wie für Warmwasserheizungen. Sie steuern die Wärmeabgabe der Heizkörper automatisch, sodass die eingestellte Raumtemperatur gehalten wird. Auch Decken- oder Fußbodenheizungen lassen sich damit für die ganze Wohnung oder sogar raumweise regeln. Vor dem Kauf sollte sichergestellt sein, dass der Regler mit der vorhandenen Heizungsanlage kompatibel ist.

Hochwertige Regler wählen

Beim Kauf eines Temperaturreglers ist die Auswahl groß. Viele Heizkesselhersteller bieten passend zu ihren Anlagen Regler und Sicherheitstemperaturbegrenzer an. Gerade bei den Raumtemperaturreglern gibt es zudem hochwertige Modelle von Drittanbietern, etwa von Herstellern bekannter Schalter- und Steckdosenserien wie Busch-Jaeger, Gira oder Jung. Moderne Raumtemperaturregler lassen sich häufig in eine Standard-Schalterdose einbauen und bieten programmierbare Funktionen, mit denen sich die Temperatur zu bestimmten Tageszeiten und an einzelnen Wochentagen exakt steuern lässt. Das spart Energie, weil in ungenutzten Zeiten automatisch abgesenkt wird.

Die Entscheidung für hochwertige Markenregler lohnt sich: Sie bieten mehr Einstellmöglichkeiten, sind besser verarbeitet und lassen sich problemlos installieren. Viele moderne Modelle lassen sich zudem in ein Smart-Home-System einbinden und aus der Ferne steuern.

Mechanische, elektronische und smarte Regler

Raumtemperaturregler gibt es in verschiedenen Ausbaustufen. Der einfachste ist der mechanische Regler, der über ein Drehrad eine feste Temperatur hält. Er ist günstig und zuverlässig, aber wenig flexibel. Elektronische Regler mit Display erlauben eine genaue Einstellung und häufig eine Zeitprogrammierung, mit der sich für jeden Tag unterschiedliche Temperaturphasen festlegen lassen, etwa eine Absenkung in der Nacht oder während der Abwesenheit. Smarte Regler gehen noch einen Schritt weiter: Sie lassen sich per App aus der Ferne steuern, mit Fenster- und Präsenzsensoren koppeln und in ein Smart-Home-System einbinden. Einige lernen das Nutzungsverhalten und passen die Heizzeiten automatisch an. Je mehr Automatik ein Regler bietet, desto größer ist das Einsparpotenzial, weil ungenutzte Räume und Zeiten nicht unnötig beheizt werden.

Richtige Einstellung spart Energie

Der wirtschaftliche Nutzen eines Temperaturreglers hängt stark von der richtigen Einstellung ab. Eine um nur ein Grad niedrigere Raumtemperatur senkt den Verbrauch bereits um mehrere Prozent, weshalb es sich lohnt, Wohnräume nicht wärmer als nötig und selten genutzte Räume kühler zu halten. Wichtig ist auch, den Regler oder Fühler nicht durch Möbel, Vorhänge oder Wärmequellen zu beeinflussen, da er sonst falsch misst. In Verbindung mit einer gut eingestellten Heizkurve am Wärmeerzeuger und einem hydraulischen Abgleich sorgt eine durchdachte Regelung dafür, dass jeder Raum genau die gewünschte Temperatur erhält, ohne dass Energie verschwendet wird. Gerade beim Betrieb einer Wärmepumpe ist eine präzise Regelung wichtig, weil sich schon kleine Temperaturunterschiede deutlich auf die Effizienz auswirken.

Kosten und Einordnung

Die Preise hängen vom Funktionsumfang und Hersteller ab. Gute Raumtemperaturregler sind bereits ab etwa 25 bis 30 Euro erhältlich, während High-End-Modelle mit umfangreicher Programmierung und teils Fernsteuerung deutlich über 100 Euro kosten. Ein moderner, programmierbarer Regler amortisiert sich häufig über die eingesparte Heizenergie. Wird im Zuge einer Heizungsoptimierung die Regelung erneuert, etwa gemeinsam mit einem hydraulischen Abgleich und dem Austausch alter Thermostate, kann diese Maßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude beim BAFA bezuschusst werden. So verbindet sich ein besserer Komfort mit einem geringeren Energieverbrauch der gesamten Anlage. Vor dem Kauf lohnt sich der Blick auf die Kompatibilität mit dem vorhandenen Heizsystem und die gewünschten Funktionen, damit der Regler zu den eigenen Anforderungen passt.

Häufige Fragen zum Temperaturregler

Welche Arten gibt es?

Vor allem Sicherheitstemperaturbegrenzer am Kessel, die eine Überhitzung verhindern, und Raumtemperaturregler, die die Temperatur einzelner Räume steuern — auch bei Fußboden- oder Deckenheizungen.

Was kostet ein Raumtemperaturregler?

Einfache Modelle gibt es ab etwa 25 bis 30 Euro. Programmierbare Regler mit Zeitprogramm liegen darüber, ermöglichen dafür Absenkzeiten.

Wo sollte der Fühler sitzen?

An einer repräsentativen Stelle des Raums, nicht in direkter Sonne, nicht über einem Heizkörper und nicht hinter Möbeln. Ein falsch platzierter Fühler führt zu dauerhaft falscher Regelung.

Was macht ein Sicherheitstemperaturbegrenzer?

Er schaltet den Wärmeerzeuger ab, wenn eine festgelegte Höchsttemperatur überschritten wird. Er ist eine Sicherheitseinrichtung und darf nicht überbrückt werden.