Holzfeuchtigkeitsmesser: Vorteile und Nutzen

Holzfeuchtigkeitsmesser in rot

Um eine Holzheizung effizient zu nutzen, ist trockenes und leicht brennbares Holz notwendig. Doch wie lässt sich der Grad an Feuchtigkeit im Brennholz feststellen? Abhilfe schafft ein Holzfeuchtigkeitsmesser.

Erfahren Sie im Folgenden mehr zu den Vor- und Nachteilen und den Kosten. Wir zeigen Ihnen warum entsprechende Geräte bei Ihrer Holzheizung Sinn machen.

Wie funktioniert ein Holzfeuchtigkeitsmesser?

Ein Holzfeuchtigkeitsmesser ist leicht zu handhaben und oft intuitiv in der Verwendung. Die meisten Ausführungen lassen sich einfach in das Material einstechen und ermitteln automatisch den Grad der Feuchtigkeit.

Im Allgemeinen existieren drei verschiedene Arten:

  • zerstörungsfreie Messer
  • Geräte mit Einstechfühlern
  • Multifunktions-Messgeräte (Kombination aus zerstörungsfrei und Einstechfühler)

Zerstörungsfreie Messgeräte eignen sich insbesondere für Oberflächen, die bei der Messung nicht beschädigt werden dürfen.

Messgeräte mit Einstechfühlern sind vor allem für die Feuchtigkeitsmessung bei Scheitholz gut anwendbar. Der Holzfeuchtigkeitsmesser kann dabei bis zu 8 Millimeter in das Holz eindringen, um den Grad der Feuchtigkeit zu bestimmen. Auch Parkett, Teppichböden, Deckenfliesen und Zement sind typische Anwendungsgebiete.

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Vorteile

  • Überprüfung anderer Materialien bei hochwertigen Messgeräten
  • einfache und schnelle Bedienung

Feuchtigkeitsmesser im Test

Regelmäßig testet die Stiftung Warentest verschiedene Modelle. Testsieger im Vergleich ist der Trotec BM31 mit der Bewertung “Sehr gut” durch den TÜV Süd. Dieser ist für circa 65 Euro online und in Baumärkten erhältlich.

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Nachteile

  • Messungen sind nicht immer genau
  • Werte dienen lediglich als Indikator

Nutzen für den Ofen

Das Beheizen des häuslichen Kaminofens mit Scheitholz erzeugt eine angenehme Strahlungswärme. Doch auch für diese Heizart gelten Voraussetzungen, um einen hohen Effizienzgrad und möglichst geringe Umweltbelastungen zu erzielen.

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Es empfiehlt sich mit Brennholz zu heizen, das nicht mehr als 25 Prozent Restfeuchte aufweist. Denn die Abgase von feuchtem Holz enthalten eine hohe Konzentration von Kohlenstoffmonoxid und Kohlenwasserstoff.

Die Folge ist häufig eine Entstehung von Glanzruß im Schornstein. Dieser Ruß ist entzündbar und kann bei einem Kaminbrand zu Höchsttemperaturen von 1.500 Grad Celsius führen. Zudem lässt sich Glanzruß erschwert entfernen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, einen Holzfeuchtigkeitsmesser zum Überprüfen des Brennholzes zu nutzen.

Kaufen und Ausleihen

Je nach Ausführung und Messbereich sind Messgeräte bereits ab 15 Euro erhältlich. Besitzt sie viele Zusatzfunktionen, kann der Preis auf bis zu 85 Euro steigen.

Möchten Sie einen Holzfeuchtigkeitsmesser ausleihen, ist der örtliche Baumarkt die richtige Adresse. Auch bei einem Rohstoffhändler bieten Modelle für Holz oder andere Materialien gegen Gebühr zum Verleih an.

Feuchtigkeitswerte verschiedener Materialien

Zur Orientierung bieten wir Ihnen hier Feuchtigkeitswerte verschiedener Materialien im Vergleich:

Material

Feuchtigkeitswert in Prozent

Ziegel 1,5
Innenputz 1 bis 10
Außenputz 1 bis 7
Glas-oder Steinwolle 5
Holz bis zu 15
Styropor oder Montageschaum 5

Andere Feuchtigkeitsmesser im Blick

Mit einem Feuchtigkeitsmesser für Wände lässt sich beispielsweise feststellen, ob eine Wand nach einem Rohrbruch feucht geblieben ist und so ein erhöhtes Risiko für Schimmel besteht.

Bei der Verlegung von Heizestrich ist ein Feuchtigkeitsmesser ebenfalls ein praktischer Helfer: Denn das Messgerät ermittelt, wie viel Feuchtigkeit im Inneren des Estrichs vorhanden ist und somit auch den Trocknungsgrad.