Brennholzunterstand: Die richtige Bauweise & Vorschriften

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Egal ob für den heimischen Kamin oder die Holzheizung: Brennholz kann nie genug gelagert werden. Allein die lange Trocknungszeit von frisch Geschlagenem sorgt dafür, dass ein großer Vorrat immer von Vorteil ist. Ideal ist ein Unterstand, der dem Brennholzstapel Stabilität verleiht und ihn vor Witterung schützt. Wie Sie einen Unterstand selbst bauen, welche Kosten dabei auf Sie zukommen und welche Vorschriften zu beachten sind, klären wir in den folgenden Passagen.

Falls Sie einen Brennholzunterstand lieber kaufen als selbst bauen möchten, haben wir im Folgenden eine Übersicht empfehlenswerter Modelle zusammengestellt.

Brenn- und Kaminholzregal kaufen

Modell Kundenbewertungen Angebot
Siena Garden Holzunterstand
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Wird eine Genehmigung benötigt?

Soll ein Brennholzunterstand errichtet werden, stellt sich zunächst die Frage ob eine Genehmigung für den Holzunterstand benötigt wird. Holen Sie dafür beim zuständigen Bauamt Erkundigungen ein, da sich die jeweilig einzuhaltenden Rechtsvorschriften für die Brennholzlagerung von Ort zu Ort unterscheiden. Grundsätzlich hängt die Genehmigungspflicht von der Größe und der Verwendung des Unterstandes ab.

Wird der Holzunterstand wirklich nur zum Brennholz Stapeln verwendet, haben Sie gute Chancen auf eine Genehmigung verzichten zu können. Anders als häufig angenommen, ist eine Betonplatte als Fundament nicht ausschlaggebend für die Notwendigkeit einer Baugenehmigung. Muss allerdings doch eine schriftliche Erlaubnis erteilt werden, sollten Sie sich an einen Fachmann wenden – Laien sind damit schnell überfordert.

Großzügig dimensionieren

Ist die Genehmigungsfrage geklärt, beginnt das Bauen. Eine Bauanleitungen für einen Brennholzunterstand findet sich leicht online. Kalkulieren Sie bei der Dimensionierung in etwa, wie viel Holz überhaupt gelagert werden soll. Natürlich hängt dies davon ab, wie häufig Sie den Holzofen verwenden:

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Unterstützt das Holz effektiv die Heizung, oder dient das Feuer nur der Gemütlichkeit an Winterabenden in einem einfachen Kaminofen? Ist Ersteres der Fall, sollte der Unterstand durchaus 10 m³ Holz aufnehmen können. Sie müssen dabei bedenken: Nach dem Schlagen muss das Holz erste einige Monate gelagert werden, um zu trocknen. Außerdem können Sie beim Kauf größerer Mengen viel Geld sparen.

Günstig und individuell: Unterstand selbst bauen

Als Grundlage haben sich robuste Euro-Paletten bewährt: Sie verhindern, dass das Brennholz dem ständigen Bodenkontakt ausgesetzt ist. Bodenkontakt kann zu einer hohen Feuchte, schlechter Brennbarkeit und bei längerer Lagerung auch zu einer Zersetzung des Holzes führen. Als Pfosten wählen Sie am besten solide Kanthölzer mit einer Kantenlänge von 100 mm, die mittels passender Einschlaghülsen im Boden zu verankern sind. Steht für den Brennholzunterstand nur eine Rasenfläche zur Verfügung, ist die Hülse einzuschlagen.

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Ideal ist eine gepflasterte Fläche, auf der die Hülsen zu verschrauben sind. Für die Dach- und Rückwandkonstruktion eignen sich kleiner dimensionierte Kanthölzer als Rahmenkonstruktion, die mit Stahlwinkeln und Nägeln miteinander verbunden werden.

Als Dachabdeckung ist Wellblech ebenso wie ein Kunststoffdach oder Dachpappe geeignet. Das Abdecken mit Dachziegeln ist zwar ebenfalls möglich, aber deutlich aufwendiger und teurer. Damit der Unterstand auch bei schwierigen Witterungsbedingungen stabil steht, sollte nach Möglichkeit eine Aufstellung an einer Wand erfolgen. Dies verhindert einen Angriff der Dachkonstruktion durch Windböen. Außerdem kann so unter Umständen auf eine Rückwand verzichtet werden. Besteht diese Möglichkeit nicht, bauen Sie unbedingt einen Holzunterstand mit Rückwand. Als Baumaterial eignen sich fertige Sichtschutzwände aus dem Baumarkt. Stabiler sind allerdings Siebdruckplatten; Sperrholz sind in jedem Fall – wie auch die Balken – mit einem Holzschutz zu behandeln.

Richtig Brennholz stapeln: Belüftung wichtig

Bei Anbringung sollten Sie beachten, dass sie zu jeder Seite der Rückwand einen ausreichenden Spalt von einigen Zentimetern belassen. Der Grund: Zum einen muss dem Holz Raum zum Arbeiten geben werden, je nach Witterung kommt es durchaus zu starken Ausdehnungen. Zum anderen dient das Stapeln von Brennholz nicht nur einer platzsparenden Lagerung, es soll auch eine Trocknung des Holzes ermöglicht werden. Wird dem Wind keine Angriffsfläche geboten, kann die Restfeuchte nicht aus dem Brennholz entweichen.

Fertigen Brennholzunterstand kaufen

Wenn Sie sich keine Gedanken zur Konstruktion machen möchten, können Sie einen Brennholzunterstand auch fertig kaufen. In der Regel handelt es sich dabei um fertige Wände, die nur noch zusammenzuschrauben sind. In der Regel ist dabei auf das Einschlagen der Pfosten zu verzichten: Ein solcher Holzunterstand ist fest mit dem Boden verbunden. Wenn Sie genug Brennholz stapeln, ist der Unterstand automatisch ausreichend standfest.