Pelletbunker: Die passende Größe berechnen & Tipps

Bei einem Pelletbunker handelt es sich um einen eigenen Raum zur Lagerung von Pellets oder um einen speziell dazu abgetrennten Bereich eines Raumes. Bei der Größe empfiehlt sich ein Raummaß, das den jährlichen Bedarf an Pellets fasst. Je größer das Lager, desto seltener fallen Anfahrtskosten für die Pelletlieferung an. Handelt es sich beim Haus um einen Neubau, dann ist die Planung des Pelletbunkers umproblematisch: Eigentümer entscheiden sich frei für den gewünschten Ort und passen den Bau entsprechend an. Bei einem Altbau muss der geeignete Ort gezielt ausgewählt werden. Das Holz darf nicht feucht und muss gut geschützt gelagert werden.

Darstellung eines Pelletbunker von Ökofen

Bildquelle: ÖkoFEN, Mickhausen

Eine entscheidende Frage ist die nach dem passenden Fördersystem: Hier gilt die Auswahl zwischen Förderschnecke und Maulwurfsystem. Das Maulwurfsystem hat für Pelletbunker den Vorteil, dass große Distanzen und Biegungen gut gemeistert werden können. Die Förderschnecke wird vor allem bei kurzen Wegen genutzt.

Die passende Größe ermitteln

Wer einen Pelletbunker kaufen möchte, dem stellt sich zunächst die Frage nach der passenden Größe. Als Eigentümer lässt sich diese in wenigen Schritten ausrechnen. Dabei gelten folgende Grundannahmen:

  • 0,9 m³ Bunkerraum entsprechen rund 1 Kilowatt (kW) Heizlast.
  • Der Lagerraum kann zu rund zwei Dritteln genutzt werden.
  • 1 m³ Holzpellets wiegen circa 650 Kilogramm.

Eine Beispielrechnung

Die Pelletheizung verfügt über eine Heizleistung von 10 Kilowatt. Das erforderliche Lagervolumen ergibt sich somit wie folgt: 10 kW * 0,9 m³ = 9 m³

Im nächsten Schritt wird der nutzbare Rauminhalt berechnet. Als Faustformelt gilt, dass zwei Drittel des Lagerraumes mit Pellets befüllbar sind: 2/3 * 9 m³ = 6 m³

Im Anschluss berechnen wir die Benötigte Menge an Pellets in Kilogramm: 6 m³ * 650 kg/m³ = 3.900 Kilogramm

Für den Pelletbunker müssen Sie nun die Abmessungen berechnen. Wird von einer Raumhöhe von 2 Metern ausgegangen, so muss die Grundfläche 4,5 m² betragen. Für das Raumvolumen gilt folgende Formel, aus welcher sich für das betrachtete Beispiel der Wert 4,5 ergibt: Volumen = Grundfläche * Höhe

Einbau

Viele Hausbesitzer entscheiden sich für einen der Kellerräume als Pelletbunker. Es bestehen jedoch viele Alternativen. Sofern es sich beim Pelletlager, um keinen separaten Raum handelt, bietet sich jede Nische zur Pelletlagerung an. So lassen sich auch Teile des Heizungsraumes abtrennen und für die Lagerung des Brennholzes nutzen. Weitere beliebte Lagerorte sind der Dachboden oder die Garage. Unabhängig davon, wo die Lagerung erfolgt, gelten folgende Anforderungen:

  • Das Silofahrzeug muss bis auf rund 30 Meter Distanz heranfahren können. Je dichter der Transportwagen herangefahren werden kann, desto einfacher ist das Befüllen des Lagers.
  • Der Arbeitsraum um die Befüllkupplung muss rund 40 Zentimeter frei gehalten werden.
  • Alle Befüll- und Absaugeinheiten müssen gut erreichbar sein.
  • Die Stromversorgung muss gewährleistet sein.
  • Die Wände müssen trocken und stabil sein.

Bauliche Voraussetzungen für einen Pelletbunker

Viele Eigentümer mit Vorkenntnis bauen ihren Pelletbunker selbst. Ohne entsprechende Kenntnisse und einer professionellen Bauanleitung ist davon abzuraten. Beachten Sie, dass Holz ein hohes Gewicht entwickelt. Die Wände und der Boden müssen diesen Kräften standhalten. Während der Befüllung entstehen Druckschwankungen, die ebenfalls vom Lager ausgehalten werden müssen. Um Sicherheit zu gewinnen, sollten Sie die Statik überprüfen lassen. Der Brandschutz ist ein weiteres wichtiges Thema, das es beim Planen des Pelletbunkers zu brücksichtigen gilt.

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Es wird empfohlen, gerade bei größeren Anlagen, einen Fachbetrieb für Brandschutz und Statik hinzuzuziehen, um teure Umbaumaßnahmen bei später festgestellten Mängeln zu vermeiden. Versorgungsleitungen sollten im Bereich des Bunkers nicht vorhanden sein.

Ist dies nicht möglich, dann müssen die Leitungen staubdicht verkleidet werden. Fest installierte Lampen sind nicht erforderlich. Elektroinstallationen, wie beispielsweise Verteilerdosen, Licht und Schalter, müssen auf ein Minimum reduziert werden. Grundsätzlich sollte auf diese Installationen verzichtet werden. Über eingebaute Bullaugen beziehungsweise Sichtfenster kontrollieren Sie den Füllstand. Ist es im Innenraum zu dunkel, dann werden mobile Beleuchtungen eingesetzt.