Brennwertheizung Förderung: Möglichkeiten im Überblick

Goldene Münzen fallen ins Haus
Der Austausch der alten Heizung gegen eine Brennwertheizung ist mit Kosten von bis 9.000 Euro verbunden. Wer staatliche Fördermittel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Anspruch nimmt, spart beispielsweise über das Zuschussprogramm 430 bis zu 15 Prozent der Anschaffungskosten ein. Mehr zu den Förderansprüchen beim Kauf einer Brennwertheizung lesen Sie hier.

Förderung für eine Brennwertheizung: Diese Möglichkeiten gibt es

Öl- und Gasheizungen machen immer noch den höchsten Anteil an Heizsystemen in Deutschland aus. Der Austausch veralteter Heizungsanlagen gegen eine moderne Brennwertheizung bietet Verbrauchern dabei viel Potenzial um Heizkosten zu sparen. Gleichzeitig leisten Besitzer einer Brennwertheizung einen wichtigen Beitrag zur Reduktion klimaschädlicher Gase. Gründe, die die Bundesregierung dazu veranlassen, modernisierungswillige Bauherren mit einer Förderung für den Austausch der Heizung zu unterstützen

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Die Ausgestaltungen einer Förderung für eine Brennwertheizung sind vielfältig:

  • Sie kann sich an dem „Energieergebnis“ orientieren, technische Zielwerte von Einzelbauteilen und der Gesamtanlage zugrunde legen
  • oder Kombinationen mit regenerativen Energieträgern attraktiv und vorteilhaft gestalten.
  • Außer den beiden Hauptförderträgern KfW und BAFA bieten regionale Programme der Bundesländer und Kommunen und die Europäische Union unterschiedliche Beteiligungen und Leistungen an.

Die nachfolgenden Abschnitte fokussieren überregionale staatliche Förderungen für den Heizungstausch durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen (BAFA).

Förderprogramme der KfW

Förderungen für eine Brennwertheizung gewährt die KfW über entweder über einen Zuschuss ohne Rückzahlung oder einen zinsgünstigen Kredit des Marktanreizprogrammes des Bundes. Zum 1. Januar 2016 hat der Staat über das Anreizprogramm Energieeffizienz das Heizungspaket verabschiedet. Es verbessert die Konditionen im Kreditprogramm 151/152 und im Zuschussprogramm 430.

Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau für Brennwertkessel

Beschreibung

Konditionen

Einzelmaßnahmen (Austausch einer Heizungsanlage oder Heizungsoptimierung) Zuschuss von 10 Prozent auf die Handwerkerrechnung
Heizungspaket (Heizungswechsel bei gleichzeitiger Durchführung von Optimierungsmaßnahmen wie einem hydraulischen Abgleich) seit dem 01.01.2016 Zuschuss von 15 Prozent auf die Anschaffungskosten (netto)

Förderung für eine Brennwertheizung über Kredite

Die KfW stellt hauptsächlich zinsgünstige Kredite zur Verfügung, die neben vergünstigten Zinssätzen auch tilgungsfreie Startphasen beinhalten. Letztere belaufen sich in der Regel auf einen Zeitraum von einem Jahr. Insgesamt unterscheidet die KfW bei der Brennwertkessel Förderung zwischen zwei verschiedenen Programmen:

Das Kreditprogramm 151 vergibt Kredite für die Gebäude, die durch Sanierungsmaßnahmen den KfW- Effizienzhaus Standard erreichen. Die Sanierung muss dabei alle Zielkriterien der angestrebten Effizienzstufe erreichen. Das KfW-Programm 152 bietet Kredite für Einzelmaßnahmen von der Heizungserneuerung über Wärmedämmung im Gebäude bis zum Austausch von Fenster und Türen.

Kreditprogramm

Leistungen und Förderhöhen

Kreditlinien
“Energieeffizient sanieren (151 /152)”
Höhe des Kreditbetrags: maximal 50.000 bei einer Laufzeit von 10, 20 oder 30 Jahren.
Der effektive Jahreszins ist fix und beträgt 0,75 Prozent.

Seit April 2016 vergibt die KfW erhöhte Tilgungszuschüsse auf die Rückzahlraten, sofern Bauherren oder Immobilieneigentümer die Voraussetzungen des Heizungspaketes erfüllen. Während die Zuschusshöhe für das Heizungspaket im Programm 151 pauschal 12,5 Prozent beträgt, hängt sie im Programm 151 von der erreichten Stufe des Effizienzhauses ab. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Staffelung der Tilgungszuschüsse an.

KfW-Effizienzhaus Standard im Programm 151

Höhe des Tilgungszuschusses in Prozent

55 27,5
70 22,5
85 17,5
100 15
115 12,5
Denkmal 12,5

Weitere Informationen zur Förderung für eine Brennwertheizung, erhalten Sie in unserem allgemeinen Ratgeber zur Heizungsförderung.

BAFA- Förderung für die Heizung

Die BAFA Förderung ist nicht auf Brennwerttechnik spezifiziert, sondern richtet sich vor allem an der Pumpen- und Zirkulationseffizienz aus. Seit August 2016 erhalten Bauherren für Optimierungsmaßnahmen eine staatliche Förderung von 30 Prozent auf die Nettoinvestitionskosten. Förderungsfähig ist dabei die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs oder der Austausch veralteter Heizungspumpen. Eine Brennwertanlage erfüllt diese Kriterien zum größten Teil automatisch mit.

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In der Regel ist die Förderung einer Gasbrennwertheizung durch das BAFA nur sehr beschränkt möglich. Für einen neuen Brennwertkessel gewährt es 500 Euro Tauschbonus bei gleichzeitiger Anschaffung einer Solaranlage. Informieren Sie sich hier zur Förderung für Solaranlagen. 
Kombinieren Bauherren ihren Brennwertkessel mit erneuerbaren Energien, sind weitere Zuschüsse möglich. Das gilt für alle Förderungsmaßnahmen sowohl der KfW, des BAFA und anderer Träger.

Kombinationen und andere Förderträger

Insgesamt gilt für Fördermittel für Brennwertheizungen eine Art Verhältnismäßigkeit bei der Kombination. Einige Programme schließen andere Fördermöglichkeiten aus. Unerlässlich ist die individuelle Einzelfallprüfung vor den Sanierungsmaßnahmen. Je nach Sachlage und Situation ist es möglich unterschiedliche „Förderpakete“ zusammenzustellen. Fachkundige Energieberater leisten hierbei Hilfestellungen. Sie kennen sich darüber hinaus auch mit den Abgabefristen und den erforderlichen Unterlagen für die Gewährung aus.

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Hilfreich bei der Recherche von Detailregeln ist die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Auf dem Onlineportal www.foerderdatenbank.de sind alle aktuellen Förderprogramme durch Bund, Länder und Europa mittels Filtersuche recherchierbar.