Kesseltausch: Wann sich der Wechsel wirklich lohnt

Neue Therme nach Thermentausch
Zahlreiche Anbieter von Heizungen werben ab und an mit einer Thermentausch Aktion, bei der Sie eine neue Heiztherme für Ihr Haus oder Ihre Wohnung „besonders preiswert“ erstehen können. Doch in welchen Fällen ist ein Kesseltausch überhaupt notwendig? Soll ich warten bis meine Heizung endgültig nicht mehr funktioniert oder macht es Sinn bereits vorher zu handeln? Nicht jede alte Therme muss zwangsweise ersetzt werden. Und nicht zuletzt verursacht eine neue Therme trotz Thermentausch Aktion nicht unerhebliche Kosten, die viele Eigentümer nicht
ohne den Druck einer kaltbleibenden Heizung im Winter investieren möchten. Wir klären auf, wann der Tausch einer Therme lohnenswert ist und welche Kosten beim Kesseltausch auf Sie zukommen.

Heizungstausch: Wann sollte die „Alte“ raus?

Ist Ihre vorhandene Therme erst wenige Jahre alt, muss sie wahrscheinlich nicht unbedingt ausgetauscht werden, denn sie ist technisch noch nicht so veraltet, dass extreme Energieverluste bei der Verbrennung entstehen.

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Anders sieht es natürlich aus, wenn die bestehende Heizung zwar noch nicht sehr alt ist, aber dafür eine kostspielige Heizungsreparatur ins Haus steht. Dann sollte verglichen werden, ob ein Thermentausch in diesem Fall nicht sinnvoller wäre. Denn mit diesem sichert man sich zugleich einen deutlich höheren Wirkungsgrad und somit niedrigere Energiekosten sowie eine geringere Umweltbelastung. Die anfänglichen Investitionskosten für eine neue Heizung rentieren sich aufgrund der Einsparungen durch die geringeren Betriebskosten oft schon nach wenigen Jahren.

Beträgt das Alter der Therme mehr als nur ein paar Jahre und ist auch das Gebäude selbst mehr als 25 Jahre alt, kommen Sie um den Tausch Ihrer Therme auf Dauer nicht herum, auch wenn diese noch einwandfrei funktioniert. Denn durch die stetig steigenden Heizkosten tun Sie sich hinsichtlich der Energiekosten für die Zukunft keinen Gefallen. Studien zeigen: Rund 80 Prozent des Gesamtenergiebedarfs eines Gebäudes entfallen auf die Heizung. Veraltete Heiztechnik ist somit der größte Hebel, um die Energiekosten zu senken.

Ein guter Anhaltspunkt dafür, dass es Zeit ist, die vorhandene Therme auszutauschen wäre auch, wenn deren Oberfläche mehr als handwarm ist. Denn dann entstehen große Energieverluste durch Abstrahlung.

Was beim Tausch einer Therme zu beachten ist

Ein Großteil der Heizungen hierzulande sind älter als 25 Jahre und technisch somit mehr als überholt. Sollten Sie auch über ein solches Exemplar verfügen, dann verwendet Ihre Heizung mit ziemlicher Sicherheit keine Brennwerttherme. Diese entspricht neusten Standards und ermöglicht es die durch Verbrennung entstehenden Abgase ein weiteres Mal zur Wärmeerzeugung zu nutzen. Möchten Sie Ihre alte Öl- oder Gasheizung gegen ein solch effizientes Modell austauschen, gibt es einige Dinge zu beachten.

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Der Schornstein muss in den meisten Fällen für den Betrieb einer Brennwertheizung vorbereitet werden, wodurch weitere Kosten entstehen. Denn eine solche Therme nutzt Wasserdampf-Kondensate aus dem Abgas der Therme zur Wärmegewinnung. Dafür ist ein spezieller Edestahl Kamin notwendig.

Der Kaminofen muss also mit einem wasserfesten Innenrohr aus Edelstahl oder Kunststoff ausgestattet werden. Anschließend muss eine Abnahme durch den zuständigen Schornsteinfeger erfolgen, ehe Sie den Kesseltausch durchführen und die neue Therme in Betrieb nehmen können. Möchten Sie beim Tausch der Therme gleichzeitig zum Beispiel von einer Erdgasheizung auf eine Flüssiggasheizung umsteigen, müssen Sie bedenken, dass Sie hierfür einen Flüssiggastank benötigen, für den Sie einen geeigneten Platz brauchen und der ebenfalls zusätzliches Geld kostet.

Die Kosten für einen Kesseltausch

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Die Kosten für einen Thermentausch können stark variieren. Sie sind zunächst einmal abhängig, welche Leistung das gewählte Gerät erbringen soll. Die Preise für eine Therme mit 20 kW Leistung bewegen sich aktuell etwa bei 1.500 bis 2.500 Euro je nach Ausstattung, Hersteller und Anbieter.
Zudem kommen zu den Anschaffungskosten für die Heizung selbst noch eventuelle Investitionen für die Anpassung des Schornsteins an die geänderten Erfordernisse sowie eventuell für die Erstellung eines Lagerplatzes für einen Flüssiggastank.

Der Tank selbst wird in vielen Fällen vom Lieferanten gestellt oder kann von diesem gemietet werden. Die beiden letzten Posten können je nach Anbieter ebenfalls stark variieren. Günstig kann man sich die neue Therme im Rahmen einer Thermentausch Aktion sichern. Solche Aktionen werden von vielen Herstellern und Händlern sowie Heizungsbauunternehmen immer wieder angeboten.