Gussheizkessel: Brennstoffarten, Hersteller & Funktion | Kesselheld

Gussheizkessel: Brennstoffarten, Hersteller & Funktion

gussheizkessel

Quelle: lBC Heiztechnik

Gussheizkessel können zur Realisierung von Niedertemperatur- oder Brennwertheizungen verwendet werden. Die Stärken liegen in der robusten Bauform und in der daraus resultierenden erhöhten Nutzungsdauer.

Der Preis der Gusskessel hängt von der Leistungsfähigkeit und dem technischem Umfang ab.

Die Frage der Korrosion ist weiteres Auswahlkriterium der Heizkessel. Stahl gilt im Allgemeinen als korrosionsbeständig. Ist dieses jedoch einmal beschädigt, erhöht sich die Gefahr von rostigen Stellen. Guss-Ausführungen sind hingegen besonders korrosionsbeständig, sodass Nutzungszeiten von 30 Jahren keine Seltenheit sind.

Gussheizkessel: Wartung und Reinigung

In der Regel verlängert sich das durchschnittliche Alter im Vergleich zu einem Stahlheizkessel um zwei bis drei Produktlebenszyklen. Generell sind Gussheizkessel wartungsarm. Eine regelmäßige Heizungswartung durch einen Fachhandwerk erhält jedoch alle Funktionen und den einwandfreien Zustand. Unsere Monteure übernehmen gern die erforderlichen Wartungsmaßnahmen. Dies gewährt Ihnen Garantieansprüche bei Ihrem Gussheizkessel Hersteller.

Die Reinigung können Sie bei vielen Modellen eigenhändig mittels Reinigungszubehör erledigen. Empfehlenswert ist eine wöchentliche Reinigung für einen Zeitraum von fünf Minuten. Alles halbe Jahr ist eine Reinigung von ca. 60 Minuten ratsam.

Die verschiedenen Varianten der Gussheizkessel

Die wichtigste Entscheidung bei der Planung der Heizungsanlage ist die Frage nach dem verwendeten Energieträger. Prinzipiell haben Sie die Auswahl aus einem Festbrennstoffkessel und einem Öl-  beziehungsweise Gasheizkessel. Sie können den Gussheizkessel somit mit folgenden Energieträgern betreiben:

  • Öl
  • Gas
  • Holz
  • Pellets
  • Braunkohle

Die Betriebskosten für einen Gussheizkessel hängen von der gewählten Energieform, dem Heizverhalten und der Effizienz der Heizungsanlage ab.

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Eine Übersicht der Preis und Hersteller

  • Der Buderus Logano GE515-455 ist ein Spezial-Gussheizkessel für Öl und Gas. Er ist für rund 8.000 Euro verfügbar. Mit Hilfe des Niedertemperaturheizkessels können Sie einen Normnutztgrad von bis zu 96 Prozent realisieren.
  • Der Festbrennstoff Heizkessel Viadrus ist ein Kessel, welcher sich für das Heizen mit Holz eignet. Es ist ab rund 1.500 Euro erhältlich.
  • Der Viadrus Herkules U24 38 kW ist ein moderner Heizkessel, welcher für ein Einfamilienhaus ideal geeignet ist.
  • Der Pellet Gussheizkessel IBC GK-4K 30 öko von IBC Heiztechnik ist für rund 3.999 Euro zu haben und wird mit 4.800 Euro gefördert.

Eine Übersicht der Betriebskosten am Beispiel der Ölheizung:

Es wird von einem jährlichen Verbrauch von 35.000 kWh ausgegangen. Dieser Wert entspricht dem Verbrauch einer 3-köpfigen Familie in einem 150 qm großen Einfamilienhaus. Ein Konstanttemperaturkessel führt zu jährlichen Gesamtkosten in Höhe von 2.970 Euro. Entscheiden Sie sich für einen Brennwertkessel, so müssen Sie mit Kosten in Höhe von 1.970 Euro pro Jahr rechnen. Der Niedertemperaturkessel erfordert jährliche Ausgaben von rund 2.320 Euro.

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Gussheizkessel für Holz: Die Vorteile dieser Heizmethode

Das Heizen mit Holz gilt als umweltfreundlich. Sie haben die Auswahl aus der Verwendung von Pellets und der Nutzung von Scheitholz. Bei der Auswahl der Holzheizung finden Sie Angaben zu den möglichen Energieträgern. Die automatische Bestückung mit Pellets ist komfortabel während sich durch den Bezug von regionalen Hölzern oftmals Kosten einsparen lassen.

Welcher Unterschied besteht zwischen den Niedertemperaturkesseln, Brennwertkesseln und den Konstanttemperaturkesseln?

Die ersten Heizkessel wurden in Deutschland als Konstanttemperaturkessel realisiert. Die Temperatur wurde dauerhaft auf 70 bis 90 Grad Celsius gehalten, was die Korrosion verhindern sollte. Die hohen Temperaturen sorgten dafür, dass die Abgase nicht kondensierten und somit die Bauteile vor der Wasseranlagerung geschützt wurden. Die kontinuierliche Erzeugung von Energie hat jedoch zu erhöhten Heizkosten geführt. Die Lösung war die Entwicklung von Niedertemperaturheizungen, welche aufgrund der modifizierten Materialien einen hohen Korrosionsschutz aufweisen. Die Kesseltemperaturen können zwischen 30 und 40 Grad liegen. Es werden verschiedene Besonderheiten verbaut, welche den Betrieb optimieren:

  • Wärmefühler messen die Außentemperatur und regulieren die eigene Heizleistung
  • Die trockene Brennkammer ist vom Heizwasser getrennt.
  • Die Bauteile sind korrosionsbeständig.
  • Die Brennkammer ist mit einer Rippenkonstruktion versehen, da diese über eine größere Oberfläche verfügt. Die gewünschte Temperatur kann schneller erreicht werden.

Niedertemperaturkessel arbeiten um rund 20 bis 30 Prozent effizienter als Konstanttemperaturkessel. Eine weitere Alternative sind die Öl- oder Gasbrennwertheizungen. Die Abgase werden genutzt, um die Effizienz noch weiter zu verbessern. Die technische Basis der Brennwertkessel und der Niedertemperaturkessel ist gleich.