Heizung verliert Wasser – Ursachen und Lösungen

Ein Verlust geringer Mengen Heizungswasser ist völlig normal. Deshalb ist es wichtig, das Heizungswasser im Rahmen der Heizungswartung etwa jedes halbe Jahr nachzufüllen. Stellen Sie fest, Ihre Heizung verliert deutlich mehr Wasser, so sollten Sie schnell handeln.

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Im Durchschnitt müssen Sie zwei Mal pro Jahr Heizungswasser auffüllen. Verkürzen sich die Intervalle, dann müssen die Ursachen abgeklärt werden. Es ist möglich, dass ein Defekt an der Heizungsanlage vorliegt, der behoben werden muss. Wir haben für Sie einige mögliche Ursachen sowie entsprechende Lösungsansätze zusammengestellt.

Die Suche nach der Ursache

Der Heizungsbauer wird zunächst einmal erfragen, inwieweit sich die Intervalle zwischen dem Nachfüllen verkürzt haben. Da oftmals keine bindende Aussage über die erforderliche Häufigkeit, sondern nur ein grober Richtwert gegeben wird, kann es gerade bei älteren Heizungen normal sein, dass Wasser entweicht.

Ändert sich hingegen das Verhalten innerhalb kurzer Zeit, dann weist dies eindeutig auf ein Problem hin. Sicherheitshalber sollte in jedem Fall die Ursache abgeklärt werden, warum die Heizung Wasser verliert, da gegebenenfalls Folgeschäden möglich sind.

Die verliert Wasser: Ursachen und Lösungen

Eine Wärmebildkamera kann helfen, feuchte Stellen im Mauerwerk zu entdecken. Sollten Heizungsrohre undicht sein, dann dringt durch die Schadstellen Feuchtigkeit in das Mauerwerk und die Heizung verliert Druck. In diesem Fall ist nicht nur der sinkende Druck das Problem, denn das Wasser kann sogar das Mauerwerk beschädigen. Mit geeigneten Messinstrumenten kann die Stabilität des Drucks auf einzelnen Strecken und an einzelnen Heizkörpern gemessen werden.

Weitere Ursachen:

  1. Auch das Ausdehnungsgefäß kann einen Defekt aufweisen. Aus diesem Grund sollte der Heizungstechniker dieses Bauteil überprüfen und gegebenenfalls austauschen. Um die Funktionsfähigkeit zu überprüfen, kann für kurze Zeit ein Austauschgerät angeschlossen und so ermittelt werden, ob das Problem behoben wurde.
  2. In der Heizungsanlage kann sich zu viel Luft befinden. Wenn Sie Glück haben, dann lässt sich das Problem durch einfaches Entlüften der Heizkörper beheben. Diese Aufgabe kann selbst durchgeführt werden und ist in jedem Fall einen Versuch wert.
  3. Das Manometer kann einen Defekt aufweisen. Wie jedes Bauteil kann auch das Manometer Verschleißerscheinungen unterliegen und fehlerhafte Stände anzeigen. Diese Ursache ist besonders gefährlich, da kein korrektes Befüllen der Heizungsanlage mehr stattfindet und eventuell zu viel Wasser nachgefüllt wird. Dies kann einen zu hohen Druck auslösen.
  4. Das Überdruckventil kann defekt sein. Ventile können im Laufe der Zeit Funktionsstörungen oder Defekte aufweisen. Ist ein Heizkörperventil nicht mehr dicht, dann sickert nach und nach Wasser durch, die Heizung verliert Druck bzw. Wasser.

Das Ausdehnungsgefäß als Ursache

Die Aufgabe des Ausdehnungsgefäßes ist es, unterschiedliche Drücke abzufedern und dadurch das Sicherheitsventil zu entlasten. Wasser nimmt bei verschiedenen Temperaturen unterschiedliche Volumen ein. Der Platzbedarf verändert sich. Dies wird durch den Behälter ausgeglichen. Die Druckausgleichsbehälter sind meistens im Rücklauf der Heizungsanlage angebracht. Sobald die Heizungsanlage aufheizt, erhöht sich das Volumen des Wassers und der Behälter nimmt das Ausdehnungsvolumen des Wassers auf. Sobald sich das Heizungswasser wieder abgekühlt hat, fließt das Wasser zurück in den Heizungskreislauf.

Der Wasserdruck in der Heizungsanlage kann somit trotz unterschiedlicher Temperaturen konstant gehalten werden. Ein defektes Druckausgleichsgefäß kann diese Funktion nicht mehr erfüllen und die Heizung verliert Druck. Entweichungsort ist meistens das Überdruckventil, welches aufgrund des gestiegenen Drucks zu tropfen beginnt. Die Heizung verliert Wasser und sobald das verbliebene Heizungswasser wieder abgekühlt ist, sinkt der Druck.