Durchlauferhitzer

Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser genau dann, wenn es gebraucht wird, und ist damit kompakt, flexibel und sparsam im Bereitschaftsbetrieb. Je nach Modell arbeitet er mit Strom oder Gas und lässt sich an nahezu jeder Zapfstelle montieren. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die bekannten Hersteller Clage, Siemens, Stiebel Eltron und Vaillant sowie deren typische Modelle und Einsatzbereiche.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Durchlauferhitzer erwärmen Wasser erst bei der Entnahme und verbrauchen im Stand-by keine Energie. Sie sind kompakt und lassen sich nah an der Zapfstelle montieren.
  • Unterschieden werden hydraulisch und elektronisch gesteuerte Geräte. Elektronische Modelle regeln die Temperatur gradgenau und arbeiten sparsamer.
  • Die vier großen Hersteller decken vom kleinen Untertischgerät bis zum komfortablen Komplettgerät alle Ansprüche ab. Die Auswahl richtet sich nach Zapfstelle, Bedarf und Komfortwunsch.

Clage

Clage Durchlauferhitzer

Clage-Durchlauferhitzer sind überwiegend elektronisch gesteuerte, strombetriebene Geräte. Das Unternehmen bietet drei Produktfamilien an. Die Kleindurchlauferhitzer eignen sich für einzelne Zapfstellen mit gelegentlichem Bedarf, etwa in Gästetoiletten, Werkstätten oder Wochenendhäusern. Für Küchen ist die Kompaktklasse gedacht. Den Komfort in Badezimmern decken die Geräte der Komfortlinie ab: Modelle mit voreingestellten Temperaturen auf Knopfdruck, stufenlos einstellbare Varianten sowie Komfortgeräte, die sich per App oder Fernbedienung steuern lassen. Kleindurchlauferhitzer beginnen preislich bei rund 100 Euro.

Siemens

Siemens Durchlauferhitzer

Siemens bietet Durchlauferhitzer in zahlreichen Ausführungen an, sowohl hydraulisch als auch elektronisch gesteuert. Ein charakteristisches Merkmal vieler Modelle ist ein integrierter Wasserstopp. In Design und Bedienung setzt Siemens auf funktionale, puristische Geräte, bei den Spitzenmodellen mit übersichtlichem Display. Ein besonderes Augenmerk legt der Hersteller auf einen geringen Montageaufwand: Ein markeneigenes Befestigungssystem erlaubt eine schnelle Montage über alle Größen und Leistungsklassen hinweg. Kleindurchlauferhitzer sind ab rund 180 Euro erhältlich.

Stiebel Eltron

Stiebel Eltron Durchlauferhitzer

Der deutsche Hersteller Stiebel Eltron gilt als einer der Pioniere des Durchlauferhitzers. Der technische Vorläufer wurde bereits in den 1920er-Jahren vorgestellt. Ein bekanntes Merkmal vieler Geräte ist ein Verbrühschutz, der die Austrittstemperatur begrenzt. Viele Modelle bieten zudem eine innerhalb des Geräts wählbare Nennleistung, sodass sich Leistung und Verbrauch an wechselnde Zapfmengen anpassen lassen. Diese Regelbarkeit erlaubt auch eine effiziente Nacherwärmung, wie sie bei Wärmepumpen- und Solaranlagen gefragt ist. Komfortmodelle beginnen bei rund 180 Euro.

Vaillant

Vaillant Durchlauferhitzer

Vaillant-Durchlauferhitzer fallen durch ihr flaches, elegantes Design auf, das dem Hersteller mehrfach Designauszeichnungen eingebracht hat. Ein besonderes Merkmal ist eine Verbrauchsanzeige: Für einen wählbaren Zeitraum werden Strom- und Wasserverbrauch erfasst und bei entsprechenden Modellen auf dem Display angezeigt. Das ermöglicht kostenbewussten Nutzern eine laufende Kontrolle und schnelle Anpassung. Die Geräte sind mit vielen Funktions- und Bedienelementen erhältlich, von der Funksteuerung über Schnellaufheiztasten bis zum Zweikreisbetrieb. Modelle sind ab rund 220 Euro verfügbar.

Strom oder Gas als Energiequelle

Durchlauferhitzer gibt es sowohl in elektrischer als auch in gasbetriebener Ausführung. Elektrische Geräte sind einfacher zu installieren und benötigen nur einen entsprechend abgesicherten Stromanschluss. Gasbetriebene Durchlauferhitzer sind im Betrieb oft günstiger, weil Gas je Kilowattstunde weniger kostet als Strom, erfordern aber einen Gasanschluss, eine Abgasführung und eine regelmäßige Wartung. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von der vorhandenen Infrastruktur und dem Warmwasserbedarf ab.

Bei elektrischen Geräten lohnt sich der Blick auf die Steuerung. Hydraulisch geregelte Modelle sind günstiger, halten die Temperatur aber weniger genau, während elektronisch geregelte Geräte die Wunschtemperatur gradgenau liefern und dadurch sparsamer arbeiten. Für Bad und Küche, wo konstante Temperaturen und Komfort wichtig sind, ist ein elektronisch geregeltes Gerät meist die bessere Wahl.

Das passende Gerät finden

Bei der Auswahl kommt es vor allem auf die Zapfstelle und den Bedarf an. Für eine einzelne, selten genutzte Stelle genügt ein kleiner, günstiger Durchlauferhitzer, während für Bad und Küche leistungsstärkere, elektronisch geregelte Geräte sinnvoll sind. Elektronische Modelle arbeiten sparsamer und komfortabler, weil sie die Temperatur gradgenau halten. Wichtig ist außerdem die vorhandene elektrische Absicherung, da leistungsstarke Geräte einen entsprechenden Anschluss benötigen. In vielen Fällen ist zudem zu prüfen, ob die zentrale Warmwasserbereitung über die Heizung oder eine Wärmepumpe die effizientere Lösung ist. Zusammengefasst sind Durchlauferhitzer eine kompakte und im Bereitschaftsbetrieb sparsame Lösung für die Warmwasserbereitung an einzelnen Zapfstellen. Die vier großen Hersteller bieten für nahezu jeden Bedarf ein passendes Gerät, von der einfachen Untertischvariante bis zum komfortablen Komplettgerät. Prüfen Sie vor dem Kauf außerdem die vorhandene elektrische Absicherung beziehungsweise den Gasanschluss, damit das gewählte Gerät zuverlässig und sicher betrieben werden kann. Grundsätzlich gilt: Je konstanter der Warmwasserbedarf und je zentraler die Zapfstelle, desto eher lohnt sich der Blick auf eine leistungsstärkere, elektronisch geregelte Lösung oder die Einbindung in die zentrale Warmwasserbereitung, die über die Nutzungsdauer oft am wirtschaftlichsten arbeitet. Ein Unterschied zwischen den Bauarten zählt mehr als der Hersteller: Hydraulische Geräte schalten in festen Stufen und liefern schwankende Temperaturen, elektronisch geregelte halten die eingestellte Temperatur konstant und sparen je nach Nutzung rund 10 bis 20 Prozent Strom. So finden Sie zuverlässig das Gerät, das Komfort und Wirtschaftlichkeit für Ihren Haushalt am besten verbindet.

Für die Auswahl zählt vor allem die Leistung, denn sie bestimmt, wie viel warmes Wasser gleichzeitig fließen kann. Der mögliche Durchfluss ergibt sich aus der Leistung geteilt durch die Temperaturdifferenz. Praktisch heißt das: Ein 18-Kilowatt-Gerät liefert im Sommer rund 11 Liter je Minute, im Winter bei kaltem Zulaufwasser nur noch etwa 8. Wer im Winter über einen schwachen Strahl klagt, hat deshalb selten ein defektes Gerät, sondern schlicht eine größere Temperaturdifferenz. Höhere Leistungen verlangen einen entsprechend abgesicherten Starkstromanschluss.