Umrechnung von Kubikmetern in Kilowattstunden - kWh in m³ | Kesselheld

Umrechnung von Kubikmetern in Kilowattstunden – kWh in m³

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Die Kilowattstunde als Maßeinheit für Energie gibt Ihren Gas- oder Stromverbrauch an. Doch was tun, wenn Ihr Gasanbieter Ihnen den Verbrauch in Kubikmetern angibt? Für einen Preisvergleich benötigen Sie die Kilowattstunde als Indikator.

Im Folgenden erklären wir Ihnen wie Sie Ihren Gasverbrauch in kWh umrechnen können.

Formel zur Umrechnung

An sich ist es keine Kunst Ihren Verbrauch von m³ Gas in kWh umzuwandeln. Es genügt sich an folgender Formel zu orientieren:

kWh = m³ x Brennwert x Zustandszahl

Mit dieser Formel lässt sich Ihr Gasverbrauch von Kubikmetern in Kilowattstunden umrechnen. Nun müssen Sie nur noch wissen, woher Sie die Informationen für den Brennwert beziehungsweise für die Zustandszahl bekommen.

Der Brennwert

Der Brennwert ist die erste Größe, die Sie für die Umrechnung von Gas pro C in kWh benötigen. Den Brennwert finden Sie entweder auf der Jahresendrechnung, oder erfragen ihn direkt beim Versorger. Er gilt als Energiemaß eines Brennstoffes. Genauer gesagt, wird durch ihn deutlich gemacht, wie viel Energie beim Verbrennungsprozess und der anschließenden Kühlung frei wird. Die Höhe des Brennwertes steht somit in Abhängigkeit zu der Zusammensetzung des verwendeten Gases. Gas kann sich beispielsweise aus Propan, Butan oder Methan zusammensetzen. Dabei besitzt letzteres einen deutlich geringeren Brennwert als die anderen beiden Gase.

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Bezüglich der Sortenbenennung unterscheidet man in Deutschland vor allem zwischen zwei Arten:

  1. L-Gas: Brennwert zwischen 8 und 10
  2. H-Gas: Brennwert zwischen 10 und 12

Die Zustandszahl

Kommen wir zu der zweiten Größe, die Sie zur Umrechnung von m³ in kWh benötigen. Die Zustandszahl können Sie anhand des Unterschiedes zwischen Norm- und Betriebszustand ermitteln. Den Zustand am Gaszähler, Ihrem Abnahmeort, bezeichnet man als Betriebszustand. Sie können Ihn somit einfach ablesen. Das Volumen des Gases steht hier unter Einfluss von außen – Unter anderem von der Temperatur und dem Luftdruck. Mit dem Normzustand bezeichnet man, wie sein Name schon verrät, das Gas ohne Einwirkung äußerer Einflüsse. Um den Gaspreis pro kWh für alle Konsumenten eines Versorgers gleich zu halten, berechnet dieser den Gasverbrauch im Normzustand. Das Verhältnis vom Gasvolumen im Normzustand zu dem im Betriebszustand bezeichnet man in der Kurzform als Z-Zahl, beziehungsweise als Zustandszahl.

Anderes Gas beziehen durch Anbieterwechsel?

Die Gasversorgung in Deutschland ist nach Lieferregionen aufgeteilt. Demnach ändert ein Anbieterwechsel nicht Ihre Gasqualität. L-Gas wird größtenteils in den Norden von Deutschland geliefert, wobei H-Gas meistens in südlichen Regionen der Bundesrepublik vorkommt. Jedoch ist in ein bundesweites Infrastrukturprojekt im Gange, durch welches bundesweit bald alle Gaskonsumenten mit dem energiereicheren H-Gas versorgt werden sollen. Die Umstellung ist unbedingt nötig, da das Vorkommnis des L-Gas, welches aus deutschen sowie niederländischen Quellen stammt, kontinuierlich zurückgeht.