Heizung im Sommer ausschalten? Das müssen Sie wissen

Warme Temperaturen im Sommer können Sie zur Energieeinsparung beim Heizen nutzen. Außerhalb der Heizperiode ist es ausreichend, wenn der Kessel lediglich warmes Wasser zum Duschen, Spülen oder Baden erzeugt.

Heizung im Sommer ausschalten
Zwar erkennt der Wärmeerzeuger die vorliegenden Temperaturen und die Heizung schaltet sich im Sommer nicht ein, dennoch wird Warmwasser bereit gehalten. Das kostet unnötig Energie. Um diese Situation zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Heizung im Sommer auszuschalten. Oftmals ist diese Maßnahme bereits mit einem Handgriff erledigt. Beachten Sie jedoch alle Sicherheitshinweise, beispielsweise das Öffnen der Thermostatventile bei ausgeschalteter Anlage.

So können Sie die Heizung von Winter auf Sommer umschalten

Moderne Heizungssysteme verfügen über einen sogenannten Sommerbetrieb. Der Heizbetrieb wird unterbrochen, die Warmwasserversorgung ist nach wie vor gewährleistet. Im einfachsten Fall ist an der Zeitschaltuhr der Heizung ein Einstellpult vorhanden, das unterschiedliche Modi anbietet. Bevor Sie die Heizung im Sommer abstellen, sollten Sie in der Betriebsanleitung nachlesen, welches Symbol für den Sommerbetrieb kodiert. Bei den meisten Herstellern handelt es sich um ein Sonnen-Zeichen.

Wichtig: Thermostate bei abgeschalteter Anlage stets öffnen

Wenn Sie die Heizung im Sommer ausschalten, dann müssen Sie die Thermostatventile an den Heizkörpern vollständig öffnen. In den Radiatoren ist ein Mechanismus aktiv, der den Wasserzufluss reguliert. Bei geöffneten Ventilen wird dieser Mechanismus entspannt und Sie reduzieren die Gefahr einer Blockade. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme kann es passieren, dass das Ventil festsitzt.

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Stift klemmt- Was tun?

Nehmen Sie in diesem Fall den Plastik-Regleraufsatz ab. Werkzeug ist hierfür in der Regel nicht erforderlich, da die Befestigung mittels eines Stellrings oder einer Klemmschraube erfolgt. Liegt das Thermostatventil-Unterteil frei, können Sie versuchen, die Blockade zu lösen. Ziehen Sie behutsam am Stift oder klopfen Sie leicht gegen das direkt am Heizkörper befestigte Ventil.

Moderne Anlagen bieten Alternativen

Viele moderne Regelungen bieten die Möglichkeit, die Grenzraumtemperatur oder die Grenzaußentemperatur abzusenken. Der Heizkessel schaltet sich ein, wenn die eingestellte Temperatur unterschritten wird. Diese Variante hat den Vorteil, dass an kalten Tagen im Frühling oder im Herbst das Haus erwärmt wird. Gebäude mit hoher Wärmedämmung reagieren langsam auf niedrige Außentemperaturen und halten die Wärme relativ lange. Sie müssen daher entscheiden, ob Sie im Falle von kurzen Kältephasen die Heizung im Sommer ausschalten möchten oder ob Sie die automatische Einschaltung aktiv lassen.

Beachten Sie, dass es gegebenenfalls notwendig sein kann, bestimmte Räume, beispielsweise den Keller zu heizen. Im Sommer kann es in den kühlen Räumen zu Feuchtigkeitsansammlungen kommen. Entscheidend sind der Zustand, die Baumaterialien sowie die Beschaffenheit der Wärmedämmstoffe und die Wandfeuchte.

Das Mietrecht ist betroffen

Generell gilt, dass Vermieter an kalten Tagen sowie in der Winter-Heizperiode für warme Räume sorgen müssen.

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Tipps für Mieter

Fallen die Innenraumtemperaturen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen unter den Grenzwert von 18 Grad Celsius, ist der Heizbetrieb wieder aufzunehmen. Generell sind Vermieter berechtigt, die Heizung im Sommer auszuschalten. Genaue Datumsgrenzen für die Heizperiode existieren nicht. Als Orientierung sollte der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. April dienen.

Die meisten Vermieter steuern über eine Zeitschaltuhr zudem im Sommer den Heizkessel und senken in der Nacht die Temperaturen ab. Tagsüber sollte die Mindesttemperatur in Wohn- und Schlafräumen 20 bis 22 Grad Celsius betragen. In der Nacht erachten viele Gerichte 18 Grad als ausreichend.