Photovoltaik Kosten im Überblick: Module, Speicher & Montage

Photovoltaik Kosten
Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung beträgt in Deutschland circa 29 Prozent. Ein entscheidender Anteil stammt hierbei aus der Nutzung von Sonnenenergie. Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den letzten Jahren gefallen, zudem stehen attraktive Förderungsmöglichkeiten der KfW zur Verfügung. Die KfW unterstützt umweltfreundliche Modernisierungsprojekte am Haus.

Die Kosten für Photovoltaik im Überblick

Der Preis einer Photovoltaikanlage setzt sich aus folgenden Positionen zusammen:

Kostenpunkt

Kostenhöhe (ungefähr)

Solarmodule Die Investitionskosten für die Nutzung von Photovoltaik hängen im Wesentlichen von der Preisentwicklung der Solarmodule ab. Mittlerweise sind Module bereits für 35 bis 50 Cent pro Wp erhältlich.
Verkabelung/Montagesystem/Montage Dieser Kostenpunkt muss mit rund 1.000 bis 1.500 Euro eingeplant werden.
Wechselrichter/Zweirichtungszähler Wechselrichter verursachen Ausgaben zwischen 500 und 2.000 Euro. Sie sind wichtig, um den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umzuwandeln.
Stromspeicher Sonnenenergie steht nicht immer dann zur Verfügung, wenn Strom benötigt wird. Ein Stromspeicher nimmt die Energie auf und hält sie bis zum Verbrauch bereit. Die Kosten für den Speicher betragen 6.000 bis 10.000 Euro, abhängig vom Modell und der benötigten Größe.

Kosten-Nutzen von Photovoltaik-Anlagen

Im Durchschnitt hat sich eine Photovoltaikanlage nach 10 bis 14 Jahren amortisiert. Die Amortisationszeit beschreibt den Zeitraum, nach welchem die Ausgaben in Form von Gewinnen wieder ausgeglichen worden sind und die Anlage ausschließlich Gewinne einfährt. Jährliche Betriebskosten verbleiben jedoch stets. Sie umfassen vor allem die Wartung, die mit rund 100 Euro beziffert wird. Zählermieten betragen circa 50 Euro pro Jahr.

Einflussfaktoren

Die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlagen werden im Wesentlichen von der Leistung beziehungsweise der ermittelten Watt Peak Anzahl bestimmt. Diese Leistungsangabe ist entscheidend, um den Bedarf des Haushaltes zu decken. Handelt es sich um ein durchschnittliches Einfamilienhaus, dann sollten Sie 5 kWp einplanen. Der individuelle Verbrauch ist für die genaue Kalkulation entscheidend. In Zusammenarbeit mit Ihrem Heizungsbauer analysieren Sie den vorhandenen Bedarf. Die Preise für Photovoltaikanlagen hängen zudem von der Frage ab, ob Sie das System ausschließlich für die Stromerzeugung oder auch für die Heizung nutzen möchten.

Wie kann ich die Kosten einer Solaranlage möglichst rentabel gestalten?

Decken Sie nicht nur den eigenen Stromverbrauch, sondern betreiben Sie auch die Heizungsanlage mit der elektrischen Energie, dann erhöhen Sie die Rentabilität, wodurch sich die effektiven Kosten einer PV-Anlage senken lassen. Sie können beispielsweise eine Wärmepumpe installieren oder eine Elektroheizung nutzen. Der Gesamtnutzen einer Solaranlage kann außerdem durch die Einspeisung von überschüssig produzierter Energie in das öffentliche Netz erhöht werden.

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Die Gesamtkosten für die Photovoltaikanlage

Ein rund 150 m² großes Einfamilienhaus, das von 4 Personen bewohnt wird, sollte über eine 5 kWp starke Anlage verfügen. In dieser Größenordnung sollten Sie mit Kosten einer Solaranlage von 1.500 Euro pro kWp rechnen. In der Konsequenz entstehen Ihnen 7.500 Euro an Gesamtkosten für das System.

Größere, beispielsweise industriell genutzte Anlage, sind für günstiger Preise pro kWp erhältlich. Bevor Sie mit dem Bau beginnen, sollten Sie Förderungen bei der KfW beantragen. Sie haben generell die Auswahl zwischen einem einmaligem Zuschuss und zinsgünstigen Krediten, um die Investitionskosten für die Nutzung von Photovoltaikanlagen zu senken.