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Wärmepumpen verursachen im Betrieb je nach Strommix und Jahresarbeitszahl deutlich weniger CO2 als Öl- und Gasheizungen und werden über die Bundesförderung mit bis zu 70 Prozent bezuschusst. Auf dem Markt sind zahlreiche Hersteller vertreten. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die wichtigsten Marken, Modelle, Preise und die Förderung 2026.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zu den bekanntesten Herstellern zählen Vaillant, Viessmann, Bosch mit den Marken Buderus und Junkers, Stiebel Eltron, Wolf, Daikin und Dimplex.
  • Die Anschaffungskosten variieren stark: Brauchwassergeräte gibt es unter 2.000 Euro, ein komplettes Heizsystem kostet grob ab 10.000 Euro (Luft) beziehungsweise 13.000 Euro (Erdwärme inklusive Bohrung).
  • Als erneuerbares System wird die Wärmepumpe über die Bundesförderung mit bis zu 70 Prozent gefördert. Die Auswahl sollte sich am konkreten Bedarf orientieren.

Bekannte Hersteller und Modelle

Wärmepumpen beziehen ihre Energie aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft und benötigen nur für den Antrieb Strom. Die Anschaffungskosten liegen je nach Hersteller und Modell grob zwischen 2.000 und 20.000 Euro, wobei reine Brauchwassergeräte am unteren und komplette Erdwärmesysteme am oberen Ende der Spanne liegen. Zu den bekanntesten Herstellern gehören Vaillant, Buderus, Viessmann, Stiebel Eltron und Wolf. Anbieter wie Daikin und Dimplex haben sich auf das Heizen mit Umgebungswärme spezialisiert. Alle führen verschiedene Modelle mit unterschiedlicher Leistung. Bei der Auswahl ist die benötigte Wärmemenge entscheidend, also ob ein Ein- oder Mehrfamilienhaus versorgt werden soll.

Die Vitocal von Viessmann etwa ist ein zuverlässiges Modell für ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Kompakte Geräte wie die von Dimplex eignen sich für beengte Platzverhältnisse. Für ein Mehrfamilienhaus kommen leistungsstarke Sole-Wasser-Wärmepumpen in Betracht. Für welchen Hersteller man sich entscheidet, sollte immer vom konkreten Modell und den technischen Daten abhängen. Wichtig sind die Leistung, der Stromverbrauch, die erreichbare Jahresarbeitszahl und die passende Dimensionierung für den individuellen Bedarf.

Preise nach Modell

Die Preise unterscheiden sich je nach Art, Hersteller und Dimensionierung erheblich. Die folgenden Werte sind grobe Richtwerte. Reine Brauchwassergeräte, die nur Warmwasser bereiten, gibt es teils unter 2.000 Euro. Kompakte Luft-Wasser-Geräte liegen im mittleren Bereich. Für ein komplettes Heizsystem ist je nach Technik mit mindestens rund 10.000 Euro bei Luftwärmepumpen und mindestens rund 13.000 Euro bei Erdwärmepumpen inklusive Bohrung zu rechnen. Diese Beträge verstehen sich vor Abzug der Förderung, die einen erheblichen Teil der Kosten übernimmt.

Wärmepumpen-Hersteller auf dem deutschen Markt

Name

Standort

Systeme

Alpha Innotec Kasendorf (Bayern) Sole/Wasser-, Luft/Wasser-, Wasser/Wasser- und Brauchwasser-Wärmepumpen
Bartl Wärmepumpen Stuttgart (Baden-Württemberg) Sole-, Grundwasser-, Luft- und Brauchwasser-Wärmepumpen (5 bis 100 kW)
Buderus (Bosch Thermotechnik) Wetzlar (Hessen) Luft/Wasser-, Sole/Wasser-, Split-, Hybrid- und Warmwasser-Wärmepumpen
Junkers (Bosch Thermotechnik) Dessau (Sachsen-Anhalt) Erd- und Luftwärmepumpen
Brötje Rastede (Niedersachsen) Luft/Wasser- (6 bis 14 kW) und Erdwärmepumpen (6 bis 21 kW)
Daikin Unterhaching (Bayern) Luft-Wasser-Wärmepumpen
Dimplex Kulmbach (Bayern) Erd- und Luftwärmepumpen
Novelan Kasendorf (Bayern) Luft/Wasser-, Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen
Remko Lage (NRW) Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Außenmodul im Alu- oder Holz-Design
Stiebel Eltron Holzminden (Niedersachsen) Luft-, Sole-, Wasser- und Warmwasser-Wärmepumpen
Tecalor Holzminden (Niedersachsen) Grundwasser-, Erd- und Luftwärmepumpen
Vaillant Remscheid (NRW) Warmwasser-, Sole/Wasser- und Luft/Wasser-Wärmepumpen, auch als Hybridsystem
Viessmann Allendorf (Hessen) Sole/Wasser-, Luft/Wasser-, Warmwasser- und Großwärmepumpen
Weishaupt Schwendi (Baden-Württemberg) Luft/Wasser-, Split-, Sole/Wasser-, Wasser/Wasser- und Trinkwasser-Wärmepumpen
Waterkotte Herne (NRW) Luft/Wasser- (4 bis 18 kW) und Erdwärmepumpen (5 bis 485 kW)
Wolf Mainburg (Bayern) Luft/Wasser- (8 bis 14 kW), Sole/Wasser- (6 bis 14 kW) und Wasser/Wasser-Wärmepumpen (7 bis 21 kW)

Ein Hinweis zu den Marken: Junkers gehört wie Buderus zu Bosch Thermotechnik. Die Klimasparte von Viessmann ist inzwischen Teil des Carrier-Konzerns, die Marke Viessmann und die Produktion in Allendorf bestehen jedoch fort.

Die Wärmequellen im Überblick

Die Hersteller bieten Wärmepumpen für verschiedene Wärmequellen an, die sich in Effizienz, Aufwand und Kosten unterscheiden. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft und ist am einfachsten zu installieren, da keine Erdarbeiten nötig sind. Sie ist die verbreitetste und günstigste Variante. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe gewinnt Wärme aus dem Erdreich über Erdkollektoren oder eine Erdwärmebohrung und erreicht eine hohe, ganzjährig stabile Effizienz, erfordert aber die aufwendigere Erschließung. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt das Grundwasser als Quelle und erzielt die höchsten Jahresarbeitszahlen, setzt jedoch geeignete hydrogeologische Bedingungen und eine Genehmigung voraus. Daneben gibt es reine Brauchwasser-Wärmepumpen, die ausschließlich das Warmwasser bereiten. Welche Quelle sich eignet, hängt vom Grundstück, den baulichen Möglichkeiten und dem Budget ab. Viele der genannten Hersteller decken das gesamte Spektrum ab, sodass sich für nahezu jede Situation ein passendes Modell finden lässt.

Welche Wärmepumpe passt?

Bei der Auswahl fällt auf, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen günstiger sind als Wasser-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen, da sie die Außenluft als Quelle nutzen und keine Erdwärmebohrung erfordern. Dafür liegen die Stromkosten wegen der etwas geringeren Effizienz an sehr kalten Tagen höher, was gegen die niedrigeren Anschaffungskosten abzuwägen ist. Erd- und Grundwasserwärmepumpen erreichen eine höhere Jahresarbeitszahl und arbeiten ganzjährig stabil, sind in der Erschließung aber teurer und erfordern mehr Aufwand. Welche Variante am besten passt, hängt vom Grundstück, dem Wärmebedarf und dem Gebäudezustand ab. Grundsätzlich gilt: Je besser die Dämmung und je niedriger die nötige Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet jede Wärmepumpe. Deshalb lohnt es sich, vor dem Einbau die Heizflächen und die Dämmung zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Förderung und Einordnung 2026

Als erneuerbares Heizsystem wird die Wärmepumpe über die Bundesförderung für effiziente Gebäude gefördert.

Die Zuschüsse setzen sich aus der Grundförderung und mehreren Boni zusammen:

  • Grundförderung: 30 Prozent der förderfähigen Kosten, einkommensunabhängig.
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 Prozent für den Austausch einer alten fossilen Heizung durch selbst nutzende Eigentümer. Er sinkt ab dem 1. Februar 2027 auf 12 Prozent, danach halbjährlich um vier Prozentpunkte, und läuft im August 2028 aus.
  • Einkommensbonus: bis zu 40 Prozent für selbst nutzende Eigentümer, gestaffelt nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen (40 Prozent bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro).
  • Maximale Förderung: in der Summe bis zu 70 Prozent, in der untersten Einkommensstufe bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Diese sind bei der ersten Wohneinheit auf 28.000 Euro gedeckelt, woraus sich ein maximaler Zuschuss von rund 19.600 Euro (bei 80 Prozent bis zu 22.400 Euro) ergibt.

Insgesamt sind bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten (in der untersten Einkommensstufe bis zu 80 Prozent) möglich, die im Einfamilienhaus bei 28.000 Euro liegen, woraus sich ein maximaler Zuschuss von rund 19.600 Euro ergibt. Voraussetzung sind unter anderem eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 und ein hydraulischer Abgleich. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Vermieter können einen geringeren Fördersatz in Anspruch nehmen als selbst nutzende Eigentümer. Angesichts der hohen Förderung, der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und des steigenden CO2-Preises ist die Wärmepumpe für viele Gebäude die wirtschaftlichste Wahl. Eine unabhängige Beratung hilft, das passende Modell und die optimale Förderung zu finden. Da sich die Angebote und technischen Daten der Hersteller laufend weiterentwickeln, lohnt sich vor der Anschaffung ein aktueller Vergleich mehrerer Modelle im Hinblick auf Leistung, Effizienz und Lautstärke.