Abb.: Rotex
Batterietanks stellen neben Erdtanks und standortgefertigten Tanks die am häufigsten eingesetzte Lösung zur Heizöllagerung für die eigene Zentralheizung dar. Ein Batterietank besteht, wie der Name andeutet, in der Regel nicht nur aus einem, sondern aus mehreren Heizöltanks, die zu einer Tank-Batterie zusammengefasst sind. Oft sind die einzelnen Tanks miteinander verbunden und verfügen über eine Niveauregulierung, sodass die Füllhöhe in allen Tanks etwa gleich bleibt. Wir erklären Funktion, Vorteile, bauliche Voraussetzungen und Preise.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Batterietank besteht aus mehreren verbundenen Einzeltanks und ist die verbreitetste Lösung zur Heizöllagerung im Keller.
- Moderne Batterietanks sind doppelwandig ausgeführt, sodass keine zusätzliche Auffangwanne nötig ist.
- Die kompakten Module passen durch gängige Türen und lassen sich flexibel zum benötigten Volumen kombinieren.
- Ein 3.000-Liter-Tank aus Kunststoff kostet etwa 2.000 Euro, ein Edelstahlmodell rund 2.700 bis 3.500 Euro.
Doppelwandige Ausführung macht Auffangwannen überflüssig
Nahezu alle heute erhältlichen Batterietanks für Heizöl sind doppelwandig ausgeführt. Dadurch sind keine zusätzlichen Auffangwannen für austretendes Heizöl nötig, was Kosten und Aufwand spart. Angeboten werden doppelwandige Batterietanks aus verschiedenen Materialien: gängig sind heizölbeständige Kunststoffe wie Polyamid oder Polyethylen sowie glasfaserverstärkte Kunststoffe. Auch Batterietanks aus Edelstahl sind in doppelwandiger Ausführung erhältlich, jedoch deutlich teurer als Kunststofftanks.
Vorteile von Batterietanks
Abb.: Rotex
Ein Batterietank wird in der Regel ebenerdig aufgestellt, was die Installation gegenüber einem Erdtank deutlich vereinfacht. Der Tank lässt sich individuell aus einzelnen Modulen zusammenstellen, die meist so kompakt sind, dass sie durch gängige Türen passen und nicht erst vor Ort zusammengesetzt werden müssen. Am Aufstellort werden lediglich die Module miteinander verbunden. Um das richtige Volumen zu bestimmen, sollten Sie zunächst Ihren jährlichen Heizölverbrauch berechnen und diesen um 10 bis 20 Prozent erhöhen, um einen Sicherheitspuffer für eine ganze Heizperiode zu haben. Batterietanks lassen sich schnell auf- und wieder abbauen und sind im Vergleich zu anderen Lösungen kostengünstig.
Bauliche Voraussetzungen und rechtlicher Rahmen
Für die Aufstellung eines Batterietanks gelten bauliche und rechtliche Anforderungen. Der Aufstellraum muss ausreichend belüftet und der Boden tragfähig sein. Da Heizöl ein wassergefährdender Stoff ist, greift die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Doppelwandige Tanks erfüllen die Anforderungen an den Auslaufschutz, ab bestimmten Lagermengen kann jedoch eine Anzeige- oder Prüfpflicht bestehen. In Wasserschutzgebieten gelten strengere Vorgaben. Vor der Installation sollten Sie daher die örtlichen Anforderungen und die Herstellervorgaben prüfen. Empfehlenswert ist zudem eine regelmäßige Reinigung des Tanks, um Ablagerungen vorzubeugen.
Preise
Wie viel ein Batterietank kostet, hängt von Material, Anzahl der Module und Hersteller ab. Auch wenn Markenprodukte etwas teurer sind, lohnt sich im Hinblick auf Qualität und Haltbarkeit die Wahl renommierter Hersteller wie Rotex (heute Teil von Daikin), Werit oder Kautex:
- Für einen 3.000-Liter-Batterietank aus doppelwandigem Kunststoff sind etwa 2.000 Euro zu rechnen.
- Ein entsprechendes Modell aus Edelstahl schlägt je nach Variante mit 2.700 bis 3.500 Euro zu Buche.
Hinzu kommen die Kosten für die fachgerechte Installation und den Anschluss an die Heizungsanlage.
Batterietank und Zukunft der Ölheizung
Wer einen Batterietank neu anschafft, betreibt in der Regel eine bestehende Ölheizung weiter. Zu bedenken ist dabei der langfristige Trend weg vom fossilen Heizöl: Beim Einbau einer komplett neuen Heizung verlangt das seit 2024 geltende Gebäudeenergiegesetz schrittweise die Einbindung erneuerbarer Energien, und der steigende CO2-Preis verteuert Heizöl in den kommenden Jahren. Für den Weiterbetrieb einer funktionierenden Ölheizung ist ein moderner, gut gewarteter Tank jedoch weiterhin eine sinnvolle und sichere Lösung. Bei einer grundlegenden Modernisierung lohnt sich die Prüfung, ob sich der Umstieg auf ein erneuerbares oder hybrides System rechnet.
Batterietank oder andere Tankarten?
Neben dem Batterietank stehen weitere Lösungen zur Auswahl. Ein Erdtank wird außerhalb des Gebäudes im Boden vergraben und spart Platz im Keller, ist in der Installation aber deutlich aufwendiger und teurer. Standortgefertigte Tanks werden direkt vor Ort aus einzelnen Teilen aufgebaut und eignen sich für sehr große Lagermengen oder schwer zugängliche Räume, sind dafür aber weniger flexibel. Der Batterietank verbindet die Vorteile beider Ansätze: Er ist kostengünstig, lässt sich modular erweitern und wieder abbauen und passt durch gängige Türen. Für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser ist er daher die praktischste Lösung, solange ein geeigneter, trockener Kellerraum zur Verfügung steht.
Fazit
Der Batterietank ist eine flexible, kostengünstige und sichere Lösung für die Heizöllagerung im Keller. Dank doppelwandiger Bauweise entfällt die Auffangwanne, und die modulare Bauart erlaubt eine passgenaue Anpassung an Platz und Bedarf. Wichtig sind die Einhaltung der baulichen und wasserrechtlichen Vorgaben sowie die Wahl eines hochwertigen Herstellers. Wer den Tank fachgerecht aufstellen lässt und regelmäßig warten lässt, erhält eine dauerhaft dichte Speicherlösung für die bestehende Ölheizung.
Vor dem Kauf lohnt sich der Vergleich mehrerer Angebote, da sich Preise, Materialqualität und Garantieleistungen je nach Hersteller unterscheiden. Achten Sie zudem darauf, dass der gewählte Tank zu den Platzverhältnissen und den baulichen Vorgaben Ihres Kellers passt, und lassen Sie die Aufstellung und den Anschluss von einem Fachbetrieb ausführen, der die einschlägigen Vorschriften kennt.
Mit der richtigen Planung, einem hochwertigen Tank und der Beachtung der wasserrechtlichen Vorgaben ist der Batterietank über viele Jahre eine zuverlässige und sichere Grundlage für den Betrieb der bestehenden Ölheizung.
