Gastarife richtig vergleichen: Tipps und Tricks für Verbraucher

gastarife
Deutschlandweit stehen Besitzer von Gasheizungen bei der Entscheidung für den richtigen Gastarif vor einer großen Auswahl. Denn der richtige Tarif ist entscheidend für die jährlichen Heizkosten und bietet großes Einsparpotenzial.

So sind für jedes Postleitzahlgebiet und jede Regionen zahlreiche Tarifanbieter und Energieversorger verfügbar.

Licht in den Anbieter-Dschungel bringen zahlreiche Vergleichsportale: Check24, Top Tarif und Verivox, zählen zu den bekanntesten. Über die Suchfunktion der Portale lassen sich Gastarife online vergleichen.

Wie berechnen sich Gastarife?

Es gibt unterschiedliche Methoden, um Gastarife zu kalkulieren. Ein wichtiges Instrument ist der hauseigene Gaszähler. Dieser gibt nicht etwa Ihren Verbrauch in Kilowattstunden an, sondern Ihren Verbrauch in Kubikmetern. Multipliziert mit dem Brennwert des Gases können auf diese Art und Weise die verbrauchten Kilowattstunden berechnet werden.

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Berechnungsmethoden

Eine weitere Methode zur Verbrauchsermittlung ist das Abschlagsprinzip. Unter Anwendung folgender Faustformel kalkulieren Anbieter Ihre voraussichtlichen Kosten pro Jahr:

  • Voraussichtlicher Jahresverbrauch x Arbeitspreis + jährlicher Grundpreis = Jahreskosten

Anhand dieser Rechnung wird ein monatlicher Abschlag ermittelt, den der Kunde monatlich an den Gasanbieter zahlt.

Egal welches System Ihr Anbieter nutzt: Entscheidend ist Ihr Jahresverbrauch. Der durchschnittliche jährliche Gasverbrauch einer vierköpfigen Familie liegt in einem Einfamilienhaus bei etwa 10.000 Kilowattstunden. Dabei gilt: Je größer die zu beheizende Wohnfläche in Quadratmetern ausfällt, desto höher ist der Gasverbrauch.

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Auch die Bauart des Hauses ist entscheidend für den Gasverbrauch. Altbauten verbrauchen durch unzureichende Wärmedämmung und Isolierung des Hauses oder der Heizungsverrohrung bis zu 25 Prozent mehr Gas als ein gut gedämmter Neubau.

Gängige Praxis ist die Gewährung einer Gutschrift oder Erstattung, sofern eine Überzahlung der jährlichen Kosten vorliegt. Diese Erstattung lässt sich den meisten Fällen zur Bezahlung der nächsten Rechnungen nutzen.

Wie vergleiche ich richtig?

Boni, Rabatte und Neukundenangebote locken Kunden zu den Portalen, ungeachtet dessen, ob die Tarife über die Vertragslaufzeit beständig gering bleiben und welche Services im Angebot enthalten sind.

Tipps und Tricks zum Vergleich der Gastarife

Vergleichen Sie die Vor- und Nachteile Ihres alten Gasanbieters mit denen Ihres neuen Anbieters. Zwar sind Kosten ein triftiger Wechselgrund, doch auch das im Vertrag enthaltene Dienstleistungspaket sind zu berücksichtigen. Ein geringer Preis ist zwar vorteilhaft, jedoch ist ein zuverlässiger Ansprechpartner unersetzlich.

Achten Sie auf Preisänderungen nach dem ersten Vertragsjahr. Oftmals werden die Preise für das erste Jahr gesenkt und steigen im zweiten Laufzeitjahr drastisch an. So kann es sich lohnen, jährlich den Anbieter zu wechseln, um die geringstmöglichen Gastarife zu erhalten.

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Eigenes Heizverhalten checken

Beobachten Sie Ihr Heizverhalten. Schalten Sie die Gaszentralheizung oft an und aus? Lüften Sie zu lang? Finden Sie heraus, ob Sie richtig Heizen und Lüften, um Heizkosten im Winter zu sparen.

Gastarife: Welche Angebote gibt es ?

Ein beliebtes Angebot ist der Strom und Gas Kombitarif. Der Eon Gastarif kombiniert den Stromtarif mit dem Gasangebot und ermöglicht zusätzliche Rabattierungen bei Vertragsabschluss.

Auf vielen Vergleichsportalen finden sich klimaneutrale Angebote. Bei diesen Angeboten verpflichten sich die Anbieter zum Ausgleich der Menge an CO2-Emission, die durch Heizen und Kochen mit fossilem Gas entsteht. Der Anbieter Grünwelt Energie fördert nach eigenen Angaben zusätzlich Klimaprojekte im Ausland

Welche Vergleichsportale sind zuverlässig?

Laut einer Studie von Stiftung Warentest schneiden im Qualitätsvergleich der Gastarife die Portale Verivox und Check24 am besten ab. Mit verbraucherfreundlichen Einstellungen filtern Kunden die Angebote nach Ihren Präferenzen. Auch ein Filter ist möglich, der nur Angebote zulässt, die von der Stiftung Warentest empfohlen sind.

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Was sind die Vorteile von einem Gastarif-Vergleich?

  • aktuelle Übersicht über neue Tarifmodelle und Kombi-Tarife
  • Kostenvergleich und bessere Einschätzung des Preisumfeldes
  • Kostenvergleich und bessere Einschätzung des Preisumfeldes
  • mehr Informationen über Tarife, um den bestmöglichen individuellen Tarif-Mix zu erzielen
Wie funktionieren eigentlich ein Gastarif Rechner?

Ein Gastarifrechner vergleicht unzählige Tarife von unterschiedlichen Gasanbietern. Die Vergleichsplattform bittet Anbieter die Service- und Leistungspakete und deren Konditionen einzutragen. Das Portal wertet die Angaben aus und bietet Filtermöglichkeiten für den Kunden, um aus den verschiedenen Angeboten auszuwählen.

In den meisten Fällen besitzen Vergleichsportale zusätzlich Serviceteams, die den Tarifwechsel betreuen und koordinieren. Gastarifrechner sind somit eine Mischung aus Tarifsuchmaschine und Kundenberater beim Vertragswechsel. Sie eignen sich idealen für den hauseigenen Gasvergleich.

Was hab ich bei einer Kündigung und bei Mindestvertragslaufzeiten zu beachten?

Selten kommt es zu dem Fall, dass bei einem Wechsel des Gastarifs die Kündigung persönlich durch den Kunden erfolgt. Wechselt der Kunde rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist, übernimmt der neue Gasversorger die Kündigung des alten Vertrages. Erfolgt der Wechsel nur wenige Tage vor Ablauf der Kündigungsfrist, kann der neue Anbieter nicht schnell genug handeln und der Kunde muss den Tarif selbst kündigen.

In der Regel liegt die Kündigungsfrist zwischen vier Wochen und drei Monaten vor Laufzeitende.

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Vorsicht Mindestvertragslaufzeit

Besonders zu beachten ist die Mindestvertragslaufzeit. Möchten Sie eher flexibel bleiben und ohne hohen Kündigungsaufwand den Vertrag wechseln können? Es empfiehlt sich, Ausschau nach einem Gastarifvertrag mit einer kurzen Vertragslaufzeit von sechs bis zwölf Monaten zu halten. Die Laufzeiten der Gasanbieter schwanken und können bis zu 5 Jahre betragen.

Dennoch gilt für alle Portale: Augen auf beim Gastarif-Vergleich!