Temperaturbegrenzer

Ein Temperaturbegrenzer ist ein wichtiges Sicherheitsbauteil in der Heizungsanlage. Er verhindert, dass eine zuvor festgelegte Höchsttemperatur überschritten wird, und schaltet das System bei Überschreitung ab. Damit schützt er die Anlage, den Wärmeerzeuger und die Nutzer vor Schäden und Gefahren. Dieser Ratgeber erklärt Funktion, Einsatzbereiche und Auswahl von Temperaturbegrenzern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Temperaturbegrenzer schaltet die Beheizung ab, sobald eine festgelegte Höchsttemperatur überschritten wird, und gibt sie erst nach Unterschreiten wieder frei.
  • Ein Sicherheitstemperaturbegrenzer wirkt selbst bei einem Defekt im Fühlersystem und schützt so Anlage und Wärmeerzeuger zuverlässig.
  • Eingesetzt wird er unter anderem in Fußbodenheizungen, Durchlauferhitzern und Kesselanlagen. Die Preise liegen meist zwischen rund 30 und 60 Euro.

Funktion des Sicherheitstemperaturbegrenzers

Der Temperaturbegrenzer verhindert das Überschreiten einer definierten Temperatur und steuert so den Beheizungsvorgang. Ein Sicherheitstemperaturbegrenzer ist selbst dann noch wirksam, wenn Undichtigkeiten im Fühlersystem auftreten oder ein Verbindungsrohr bricht, da auch in diesen Fällen die Beheizung unterbrochen wird. Ziel ist der Schutz der angeschlossenen Anlage und des Wärmeerzeugers. Ist die Funktionsfähigkeit wiederhergestellt und die Temperatur ausreichend gesunken, lässt sich der Begrenzer manuell wieder einschalten.

Bei vielen Anlagen ist dem Sicherheitstemperaturbegrenzer ein Temperaturregler vorgelagert, dessen Schwelle niedriger liegt. Dadurch gibt die Anlage sich ohne manuellen Eingriff wieder frei, sobald die Temperatur unter den Reglerwert fällt. Ist die Heizungsregelung jedoch schlecht eingestellt, kann eine hohe Schalthäufigkeit entstehen, die den Verbrauch erhöht. Deshalb ist eine gute Konfiguration wichtig. Ein Gasheizkessel sollte zudem nie unter Volllast abgeschaltet werden, da dies den Brenner belastet.

Einsatzbereiche

Ein Temperaturbegrenzer ist unter anderem in folgenden Systemen sinnvoll:

Bei einer Fußbodenheizung übernimmt ein Rücklauftemperaturbegrenzer die Aufgabe, kleine Teilbereiche selbsttätig zu steuern. Ein zusätzlicher Vorlauftemperaturbegrenzer schaltet die Zirkulationspumpe ab, sobald die Höchsttemperatur überschritten wird. Auch wenn im Brennwertgerät die Vorlauftemperatur eingestellt wird, sollte auf diesen ergänzenden Schutz aus Sicherheitsgründen nicht verzichtet werden.

Modelle und Preise

Zu den bekannten Herstellern gehören Vaillant, Viessmann und Danfoss. Für die Auswahl sind Bauform und Anschlussdaten entscheidend. Die Preise für die Modelle liegen meist zwischen rund 30 und 60 Euro. Ein Rücklauftemperaturbegrenzer ist beispielsweise für rund 55 Euro erhältlich, wobei zusätzlich ein Fühlerelement einzubauen ist. Angesichts der geringen Kosten im Vergleich zu möglichen Folgeschäden lohnt sich die Installation in nahezu jedem Fall.

Warum sich der Einbau lohnt

Für den Einbau eines Temperaturbegrenzers sprechen mehrere Gründe: Bei einer Fußbodenheizung schützt er den Bodenbelag und den Estrich, die durch zu hohe Temperaturen beschädigt werden könnten; empfehlenswert ist hier eine Begrenzung auf rund 55 Grad. Die Heizung selbst wird vor Überhitzung und damit vor teuren Reparaturen bewahrt. Der Begrenzer bildet ein zusätzliches Sicherheitselement, das parallel zur normalen Temperaturregelung arbeitet, und greift bei Defekten ein, indem er das System abschaltet. Nicht zuletzt schützt eine begrenzte Warmwassertemperatur vor Verbrühungen. Damit gehört der Temperaturbegrenzer zur sinnvollen Grundausstattung einer sicheren Heizung. Der Austausch sollte von einem Fachbetrieb ausgeführt werden. Über Kesselheld finden Sie bei Bedarf einen geeigneten Fachbetrieb in Ihrer Nähe.