Raumfühler: Einstellung, Modelle und Vorteile

buderus raumfuehler zur temperatureinstellung

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH, Buderus Deutschland

Bei Raumfühlern handelt es sich um optionale Bauteile, die zusätzlich zur Heizungsanlage bzw. auch für einzelne Heizkreise eingesetzt werden können. Mit ihrer Hilfe lässt sich die für den Bewohner oder Nutzer optimale Raumtemperatur erreichen. Der Fühler misst die Temperatur in dem Raum, in dem er positioniert ist und liefert diese Daten entweder an ein Heizungsthermostat oder direkt an die Heizungssteuerung.
Diese regulieren anschließend die von den Heizkörpern abgegebene Wärme so, dass die gewünschte Temperatur erzielt wird. Das Thermostat bzw. der Raumtemperaturregler befindet sich bei einigen Raumfühlern im gleichen Gehäuse wie der Fühler selbst.

Das Zusammenspiel von Raumfühlern und Außenfühler

Wenn eine Heizungsanlage außentemperaturgeführt ist, liefert ein zusätzliche Raumfühler der Heizungssteuerung wichtige Informationen.

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Dies können dazu genutzt werden, die primär durch die Außentemperatur beeinflusste Vorlauftemperatur des Heizwassers für die Heizkörper so anzupassen, das die gewünschte Raumtemperatur erreicht und nicht über- bzw. unterschritten wird.

Raumfühler bei innentemperaturgeführten Heizungen

Im Gegensatz dazu werden von Raumfühlern von Innentemperaturgeführten Heizungsanlagen direkt zu verwertende Informationen über die Raumtemperatur an die Heizungssteuerung übermittelt. Die durch den Fühler gemessene Temperatur ist somit eine Messgröße für den momentanen Heiz- bzw. Wärmebedarf. Um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen kann entweder die Vorlauftemperatur erhöht werden oder es erfolgt ein Öffnen oder Schließen der Heizkörperthermostate.

Genauigkeit von Raumfühlern, Bezeichnung der Geräte

Die Messgenauigkeit eines Raumfühlers oder auch eines Außenfühlers wird durch seinen elektrischen Widerstandswert bei 0°C sowie das Material bestimmt, aus dem der Messwiderstand gefertigt wird. Dem entsprechend erfolgt die Benennung der Fühler. Ein Raumfühler PT100 hat folgende Eigenschaften: Der Messwiderstand ist aus Platin gefertigt (Pt).

  • Der elektrische Widerstand bei 0°C beträgt in einem solchen Temperaturfühler 100 Ohm.
  • Weiterhin sind Fühler aus Nickel möglich (Ni). Der Widerstandswert könnte ebenso 500 Ohm oder 1000 Ohm betragen.
  • Daher sind auch Fühler mit den Bezeichnungen PT500 und PT1000 erhältlich.

Raumtemperaturfühler und -regler für die Hausautomation

Um der immer weiter fortschreitenden Technik in der Hausautomation Rechnung zu tragen, bieten zahlreiche Hersteller sogenannte KNX Raumtemperaturfühler an. Diese sind für die KNX-Buskommunikation geeignet und erlauben zum Beispiel eine zentrale Steuerung der Temperatur in einzelnen Räumen. Die Steuerung kann mithilfe solcher Fühler und eines entsprechenden Automatisierungssystems sowohl im Haus selbst als auch von unterwegs aus stattfinden.

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Intelligente Raumfühler sind dazu in der Lage Muster zu erkennen und passen die Temperatur Ihrem Heizverhalten an. So lässt sich mit einem KNX-Fühler beispielsweise die Raumtemperatur rechtzeitig hochregeln, wenn Sie längere Zeit unterwegs waren und sich auf dem Nachhauseweg befinden. So verfügen Sie immer über die optimale Raumtemperatur, gewinnen Komfort und sparen durch die optimierte Einstellung gleichzeitig Heizkosten. Ein Raumtemperaturfühler ist somit ein wichtiger Hebel zur Heizungsoptimierung.

Fühler und Fußbodenheizung

Um eine Fußbodenheizung oder eine Wandheizung effizient nutzen zu können, benötigen Sie spezielle Raumfühler für Fußbodenheizungen. Diese sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich und müssen in der Regel zusammen mit einem Heizkreisverteiler eingesetzt werden. Die gängigste Ausführung ist der Bimetall-Thermostat, der entweder komplett öffnet oder schließt.

Darüber hinaus sind Raumfühler mit Stellmotoren für Fußbodenheizungen erhältlich. Diese sind jedoch in den meisten Fällen nicht notwendig, nämlich dann, wenn die Fußbodenheizung richtig ausgelegt und eingestellt ist. Dann nämlich tun diese elektrischen Thermostate auch nichts anderes, als den betreffenden Heizkreis komplett an- oder auszuschalten.